Todesfall

Ursula Riis in Memoriam: Heimhelferin mit viel Herz

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Ursula Riis wird am 30. Oktober beerdigt.

Ursula Riis aus Augustenburg konnte vor Kurzem noch ihren 80. Geburtstag feiern, wurde dann aber plötzlich am Montag ins Krankenhaus eingeliefert. Sie starb am Dienstag. Am Donnerstag, 30. Oktober, wird sie von der Augustenburger Schlosskirche aus beerdigt.

Ob Frauenbund Sonderburg, Theaterbesuche in Flensburg oder Ausflüge mit dem BDN – Ursula Riis, Violvej 15, Augustenburg (Augustenborg), gehörte zur deutschen Minderheit und war bei vielen Veranstaltungen aktiv dabei. Am Dienstag ist sie im Alter von 80 Jahren gestorben. 

Vor zwei Jahren erhielt sie die Diagnose schwarzer Hautkrebs. Ursula Riis nahm aber weiterhin an so vielen Veranstaltungen wie möglich teil. Ihren 80. Geburtstag feierte sie vor wenigen Tagen, am 18. Oktober, im Kreise ihrer großen Familie. Zur Feier war auch ihre Schwester Elke aus Kopenhagen nach Augustenburg gekommen.

„Sie hatte einen schönen Tag, auch wenn es mit Schmerzen war. Aber Montag kam sie dann plötzlich ins Krankenhaus“, erzählt ihre jüngste Tochter Susanne. Am Dienstag ging es dann schnell: Ursula Riis schloss ihre Augen. Sie wird am Donnerstag, 30. Oktober, 11 Uhr, von der Augustenburger Schlosskirche aus beerdigt. Die Predigt hält die Pastorin Cornelia Simon aus Gravenstein (Gråsten).

Von Kanada nach Augustenburg

Ursula Riis, geborene Gottfriedsen, wurde am 3. September 1945 in Jolderup (Hjolderup) bei Tingleff (Tinglev) geboren. Sie wuchs mit fünf Geschwistern auf einem Hof heran. Ihren Mann Knud Olufsen Riis – er kommt aus Hoptrup bei Hadersleben (Haderslev) – lernte sie in Kopenhagen kennen. Er war Ingenieur, sie Korrespondentin. 

Das Paar ging zuerst nach Kanada. Als die Tochter Charlotte geboren wurde, zog das Paar wieder nach Dänemark. Knud Olufsen Riis arbeitete jahrzehntelang bei Danfoss in Norburg (Nordborg). Ursula blieb anfangs noch zu Hause bei den Kindern. Nach der Tochter Charlotte kamen Jacob, der in Aarhus lebt, und zuletzt Susanne in die Familie.

Die drei Kinder besuchten die deutsche Schule Sonderburg und Charlotte und Susanne anschließend das Deutsche Gymnasium Nordschleswig. Charlotte wohnt in Fredericia, Jacob und Susanne in Aarhus. 

Ursula Riis

Sie half, wo sie konnte

Ursula Riis wurde später Heimhelferin in der Sonderburger Kommune. Sie war die gute Seele, die den Bedürftigen half, wo sie nur konnte. „Bei ihr ging es nicht nur nach einem Schema. Das war ihr viel zu umständlich. Sie brauchte einfach ihre Flexibilität“, sagt Tochter Susanne. 

Knud Olufsen Riis starb 1999. Ursula Riis blieb in ihrem Zuhause am Violvej 15 wohnen. Sie liebte ihren Garten und die Blumenpracht. Sie strickte, backte gern und war den drei Kindern der ältesten Tochter Charlotte eine liebevolle Oma. Neben den regelmäßigen Theaterbesuchen in Flensburg, war sie außerdem eine begeisterte Touristin. So hat sie unter anderem Malta, Griechenland, Portugal, den Harz und Bornholm besucht. 

Um Ursula Riis trauern die Kinder Charlotte, Jacob und Susanne, die Schwiegersöhne Stefan und Rune und die Enkelkinder Sofus, Karen und Peter.