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Flugwind-Unternehmen Skysails hat Insolvenz angemeldet

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Der Schirm einer Skysails-Anlage schwebt über den Äckern der norddeutschen Stadt Klixbüll. (Archivbild)

Die Verhandlung mit einem Investor sei nicht rechtzeitig abgeschlossen worden, teilt das Hamburger Unternehmen mit. Der Geschäftsbetrieb werde fortgeführt.

Das Hamburger Flugwindenergie-Unternehmen Skysails Power GmbH hat Insolvenz angemeldet. Das geht aus einer Bekanntmachung auf dem Insolvenzportal des Bundes und der Länder und einer Mitteilung des Unternehmens hervor. Das Amtsgericht Hamburg eröffnete ein vorläufiges Insolvenzverfahren und setzte den Rechtsanwalt Tjark Thies als vorläufigen Insolvenzverwalter. Zuvor hatte das «Hamburger Abendblatt» berichtet.

Skysails verkauft Flugwindkraftanlagen. Strom erzeugt eine solche Anlage dadurch, dass ein fliegender Winddrache ein Seil einer Seilwinde zieht, die einen Generator antreibt. Zuvor arbeitete die Firma mehrere Jahre an Zugdrachen für Schiffe, die sich nicht im Markt durchsetzten.

Wie Skysails mitteilte, wurde eine Verhandlung mit einem Investor während einer Finanzierungsrunde nicht rechtzeitig abgeschlossen. Das Unternehmen reichte den Antrag über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens demnach am 9. Dezember ein.

Gespräche mit interessierten Investoren sollen andauern. Der Geschäftsbetrieb werde fortgeführt. Skysails verfügt nach eigenen Angaben über Aufträge in zweistelliger Millionenhöhe. 

Dem «Hamburger Abendblatt» zufolge beschäftigt Skysails mehr als 120 Mitarbeiter. In der Mitteilung ist keine Mitarbeiterzahl genannt.