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Tondern startet in die Weihnachtssaison: Markt und Kirchplatz erstrahlen im Lichterglanz

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Sandie Jørgensen in einer ruhigen Minute auf dem Kirchplatz, wo die Vorbereitungen für die Eröffnung der Weihnachtsstadt auf Hochtouren laufen

Vom leuchtenden Portal bis zum erhellten Sessel des Weihnachtsmanns – Tondern zeigt, dass hier Weihnachten (früh) zu Hause ist. Zahlreiche Helferinnen und Helfer sorgen dafür, dass ab dem 8. November wieder festliche Stimmung in die Stadt zieht.

„Wir sind eigentlich der Meinung, dass wir Dänemarks schönsten Tannenbaum haben“, sagt Sandie Jørgensen am Mittwochmittag auf dem Markt in Tondern und blickt mit dem Kopf im Nacken den geschmückten Baum hinauf. 

Indes verwandelt sich der Platz um die zwölf Meter hohe Tanne herum in einen weihnachtlichen Treffpunkt, der zum Verweilen einladen soll. 

Die Wiedaustadt möchte auch in diesem Jahr dem Slogan gerecht werden, dass Tondern die Stadt ist, wo Weihnachten anfängt, und am Sonnabend, 8. November, geht es los.

Auf dem Markt entstehen viele neue Sitzgelegenheiten, und für den Weihnachtsmann gibt es einen ganz besonderen Stuhl. Er kann in einem beleuchteten Sessel Platz nehmen und von der Bühne in einer Hütte aus das Geschehen verfolgen. 

Der bärtige Mann wird aber wie auch in früheren Jahren auf dem Dach des Touristikbüros in seinem Schlitten zu sehen sein. Die Rentiere mitsamt Schlitten sind bereits erfolgreich gelandet.

Tradition und Erneuerung gehen Hand in Hand

Claus Scheelke ist nicht nur der Mann, der neue Ideen ausbrütet, sondern er packt auch tatkräftig an.

„Wir wollten gerne, dass der große Weihnachtsbaum wie in alten Tagen mitten auf dem Markt steht. Daher sind die Hütten auf dem Kirchplatz umgezogen, und es sind auch viele neue dazugekommen“, erläutert Sandie Jørgensen von Klostercaféen, bei der die organisatorischen Fäden zusammenlaufen. 

Für das neue Flair ist Claus Scheelke zuständig. Scheelke, Projektleiter der Initiative „Sammen“ des Handelsvereins und des Touristikvereins Röm-Tondern, hat für die Gestaltung neue Ideen entwickelt und packt bei der Umsetzung tatkräftig an.

Durch ein sechs Meter breites und sechs Meter hohes – ebenfalls leuchtendes – Portal geht es vom Markt zum Kirchplatz. Der leuchtende Eingang soll auf das kirchliche Umfeld einstimmen.

Hüttendorf lädt zum Flanieren ein

Der Tannenbaum, der im Zentrum des Tonderner Marktplatzes steht, war ursprünglich 17 Meter hoch, wurde aber auf 12 Meter zurechtgestutzt.

Die Hütten auf dem Kirchplatz in dunklem Grünton sind nicht alle auf einen Blick zu sehen. Die Platzierung ist verschachtelter und lädt statt zu einem schnellen Rundgang zum Flanieren ein.

„Man muss herumgehen, um das Ganze zu erleben“, so Sandie Jørgensen, während sie beim Vorbeigehen darauf hinweist, dass es auch in der Hütte von Klostercaféen noch einiges zu tun gibt. 

Es ist angedacht, dass die Gäste vom Kirchplatz aus beim Brorsonhus auf die Østergade gehen. Dort gibt es einige Hütten, in denen man Unterschlupf suchen kann.

„Es besteht zudem die Möglichkeit, sie kostenlos für eine Aktivität zu nutzen“, erzählt Sandie. Wer mit der Bummelbahn „Æ Bummel“ durch die Stadt tuckern will, kann auf Bänken in der als Wartesaal eingerichteten Hütte vor der Lokalredaktion des „Nordschleswigers“ Platz nehmen.

Freiwillige Kräfte sind unabdingbar

Die großen neuen Kugeln leuchten mit einer kleinen Flamme.

Das A-Team der Tønder-Festival-Pioniere rückte an einem stürmischen und regnerischen Sonnabendmorgen vor einigen Wochen um 4 Uhr mit den Hütten an, um  den Straßenverkehr möglichst wenig zu stören. Gegenwärtig spielt das Wetter den vielen Aktiven für den Aufbau besser in die Karten.

„Hätten wir keine Freiwilligen gehabt, gäbe es keinen Weihnachtsmarkt in Tondern. Ohne diese Kräfte könnte die Arbeit gar nicht gestemmt werden“, sagt Sandie Jørgensen. Insgesamt seien etwa 40 Personen unterschiedlich lange aktiv, um alles auf die Beine zu stellen.

Wenn das Touristikbüro direkt am Markt in den nächsten Wochen in Dröhses Haus zieht, halten im jetzigen Domizil im Rahmen einer Weihnachtsausstellung der Alten Apotheke mechanische Wichtel ihren Einzug.

Knud Erich Jensen (l.) gehört zu den freiwilligen Kräften, die anpacken, während Svend Erik Lilleøre vorbeischaute.

„Wir haben die Geschäfte dazu aufgefordert, dass sie bereits jetzt, Anfang November, ihre Schaufenster weihnachtlich dekorieren“, erläutert die Cafébetreiberin beim Gang durch die Fußgängerzone. 

Ein Bereich für die jüngsten Gäste

Die Schiffbrücke ist als Bereich für Familien mit Kindern gedacht. Dort gibt es einen Tannenbaum, den die Kinder schmücken können, und in den drei Hütten sind Aktivitäten vorgesehen. Auch die Rodelbahn rückt erneut an. 

„Das ist der Anfang, dann können wir im nächsten Jahr das Angebot ausbauen, wenn es sich bewährt“, erläutert sie.

Dort gibt es eine Tanne, die die Kinder schmücken können. Insgesamt werden 460 Tannenbäume in der Stadtmitte zu Dekorationszwecken eingesetzt.

Gäste kommen wieder

Die Rentiere und der Schlitten des Weihnachtsmannes im Anflug. Sie landeten wir geplant auf dem Dach des Touristikbüros.

„Wir hören von vielen Gästen, dass es sie Jahr um Jahr nach Tondern zieht und sie weitere Menschen mitbringen, für die es dann auch eine Tradition wird“, freut sich Sandie Jørgensen. 

Daher legen sich im Endspurt alle ins Zeug, damit am Sonnabend nicht nur alles bereit für den Einzug der Weihnachtsfrauen und Weihnachtsmänner ist, sondern auch der vielen Gäste. Die Weihnachtsstadt Tondern ist bereit für die 33. Saison. 

Der Tross der vielen Rotjacken trifft sich ab 10 Uhr beim Supermarkt Kvickly. Um 13 Uhr startet der Umzug am Plantagevej mit Kurs auf den Markt. Um 14 Uhr wird das Geschehen auf dem Markt geöffnet.