Grüne Umstellung

Solarpark Kastwraa: So geht es weiter

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Der geplante Solarpark in Kastwraa ist derzeit in der Anhörung, die im Oktober endet (Symbolfoto).

Noch bis zum 23. Oktober können Bürgerinnen und Bürger Einwände gegen den geplanten Solarpark in Kastwraa einreichen. Danach entscheidet die Kommune Hadersleben, ob das Projekt umgesetzt wird. Carsten Leth Schmidt hält eine Entscheidung noch in diesem Jahr für möglich – aber keine aus dem Bauch heraus.

Wie „Der Nordschleswiger“ berichtete, plant die Kommune Hadersleben, auf ihrem Gebiet drei Solarparks zu errichten – in Skrydstrup, Strandelhjörn (Strandelhjørn) und Kastwraa (Kastvrå). Letzteres Projekt ist mit 33 Hektar das kleinste. Der Widerstand gegen einen dortigen Solarpark ist erheblich, davon zeugen Leserbriefe in der Zeitung „JydskeVestkysten“ und Beiträge in den sozialen Medien. Ende August kam das Projekt in die öffentliche Anhörung, nach acht Wochen läuft am 23. Oktober die Frist der Anhörung ab.

Neben der Aufforderung, das Projekt vorerst auszusetzen, kommt in den bislang eingegangenen Anhörungs-Beiträgen auch Ablehnung zum Ausdruck – mit und ohne Argumente. Wie geht es nach der Anhörung weiter?

„Ist die Frist abgelaufen, sammeln Mitarbeitende der kommunalen Verwaltung die Beiträge und überprüfen die Einwände auf ihre Konsequenzen für das Projekt“, so Carsten Leth Schmidt (Schleswigsche Partei), Vorsitzender des Technik- und Klimaausschusses.

Wiegen die Einwände schwer und sind neu, dann sollte mit den Anwohnerinnen und Anwohnern noch einmal das Gespräch gesucht werden, so Leth Schmidt. Eine Ablehnung in den Ausschüssen ist auch möglich. Sind die Einwände bekannt und wiegen nicht schwer, geht das Projekt zur Abstimmung in den Technik- und Klimaausschuss sowie in den Ökonomieausschuss. Anschließend und endlich befindet das Kommunalparlament über das Solarprojekt in Kastwraa.

Keine Ablehnung aus dem Bauch heraus

Der Ausschussvorsitzende weist darauf hin, dass die Ausschüsse das Projekt nur mit fachlichen Argumenten ablehnen können, da sonst die Gefahr bestehe, für entstandene Kosten des Projektträgers zahlen zu müssen. Eine Ablehnung aus dem Bauch heraus könne es also nicht geben, so Leth Schmidt.

Es müsse auch geschaut werden, ob die Bürgerinnen und Bürger in Kastwraa schwerer belastet würden als Menschen in anderen Teilen der Kommune. Zwar sei in der Kommunikation einiges schiefgelaufen, räumt der Ausschussvorsitzende ein, doch sieht er keine übermäßige Zumutung. Deshalb ist es seiner Meinung nach auch gut möglich, dass die Kommunalpolitik noch in diesem Jahr über den Solarpark in Kastwraa entscheidet.