Kommunalwahl

Kommunalwahl: Weniger junge, mehr ältere Wahlberechtigte in Hadersleben

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Die Gruppe der älteren Wählerinnen und Wähler wird größer.

Demografischer Wandel mit politischer Wirkung: In der Kommune Hadersleben wächst der Anteil der Wahlberechtigten ab 67 stärker als im Landesschnitt, Familienanteile gehen dagegen zurück. Das dürfte Wahlkampf und Themenauswahl prägen.

Im Vorfeld der Kommunalwahl 2025 hat das Analysemagazin „Momentum“ des kommunalen Interessenverbandes KL untersucht, wie sich in den vergangenen Jahren die Wählergruppen in ihren prozentualen Anteilen verändert haben. KL steht für Kommunernes Landsforening.

Vor allem der Anteil der Wählerinnen und Wähler über 67 ist gewachsen. Von 17 Prozent im Jahr 2009 auf 23 Prozent bei der anstehenden Wahl. Das macht 1,1 Millionen Wahlberechtigte. In Hadersleben liegt der prozentuale Anteil mit 27 Prozent sogar noch höher.

Gleichzeitig ist im genannten Zeitraum landesweit der Anteil der Wahlberechtigten mit Kindern um einige Prozentpunkte gefallen. Dies gilt auch für die Gruppe der 30- bis 66-Jährigen, die ohne Kinder im Haushalt leben. 

Das Magazin gibt landesweit diese Anteile an:

Wahlforscher Johannes Andersen, der an der Universität Aalborg gelehrt hat, ist der Ansicht, dass diese Veränderungen Auswirkungen auf den Wahlkampf haben. Für ihn wird das Thema soziale Sicherheit und Versorgung eine große Rolle spielen. Er sieht voraus, dass vor allem die etablierten Parteien – von den Dänemarkdemokraten über Venstre bis zu den Sozialdemokraten – es unterlassen werden, die Älteren zu verschrecken, da sie in der Wählergunst bei dieser Gruppe vorn liegen.

Für Hadersleben hat „Momentum“ folgende prozentuale Anteile der genannten Wählergruppen für die kommende Wahl errechnet:

Im Vergleich zu anderen Kommunen wohnen in Hadersleben nicht auffällig viele Wahlberechtigte der einzelnen Wählergruppen, das heißt beispielsweise weder besonders viele junge noch besonders viele ältere Wählerinnen und Wähler. Die Kommune ist also kein Spitzenreiter in einer der Wählergruppen. Allerdings ist die Zahl der jungen Wählerinnen und Wähler um 4 Prozentpunkte niedriger als im Durchschnitt.