Vereinsjubiläum

Volles Haus: Schützenverein feiert 60-Jähriges

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Uwe Friedrichsen (r.) bei der Königsproklamation (Archivfoto).

Am kommenden Wochenende wird ordentlich gefeiert: Der Feldstedter Schützenverein wird 60. Zur Feier kommen über 100 Gäste – auch aus Deutschland. Wie es mit dem Verein weitergehen soll, erzählt der langjährige Vorsitzende Uwe Friedrichsen.

„In einem Krug im Ort begann die Geschichte des Feldstedter Schützenvereins“, erzählt Uwe Friedrichsen, der heutige Vorsitzende. Sein Vater war damals einer der Gründungsmitglieder. Den Krug gibt es längst nicht mehr – „abgerissen“, erinnert sich Friedrichsen.

Am kommenden Wochenende wird das 60-jährige Bestehen des Minderheitenvereins groß gefeiert – und zwar im Schützenhaus, das 1970 fertiggestellt wurde und seitdem das Zuhause der Schützinnen und Schützen ist.

Luxusproblem zum Jubiläum

„Über 100 Leute haben sich angemeldet, auch aus befreundeten Vereinen südlich der Grenze“, sagt der Vorsitzende erfreut. Sogar zusätzliche Stühle müssten organisiert werden, „denn wir haben nur 99“. Ein Luxusproblem, findet er.

Das Jubiläum wird im Rahmen des Gemeinschaftsfestes gefeiert, das jedes Jahr gemeinsam mit der Deutschen Privatschule Feldstedt stattfindet.

Einer der Mitgründer war Heinz Schirmacher, weiß Friedrichsen noch. Er wollte mit dem Verein einen Treffpunkt für die deutsche Minderheit schaffen und ein weiteres Freizeitangebot im Ort etablieren. „Die Schützentradition lag ihm am Herzen – genau wie meinem Vater“, sagt Friedrichsen, der selbst seit den Kindertagen Mitglied ist, und dessen Herz sehr am Verein hängt.

Beim Gemeinschaftsfest geht es gemütlich zu und es gibt leckeres Essen (Archivfoto).

Gemeinschaft im Vordergrund

„Das Zusammensein ist das Beste“, fasst er zusammen. Für ihn ist der Verein vor allem ein sozialer Treffpunkt in Feldstedt. Uwe Friedrichsen hat sogar seine Frau dort kennengelernt. Mit einer Freundin sei sie dorthin gekommen und sie haben sich kennengelernt. Bis es dann richtig funkte, habe es zwar noch etwas gedauert, aber „diese Zeit des Kennenlernens war schön“, sagt er. 

Rund 65 Mitglieder hat der Verein heute – wobei die Kinder der Deutschen Privatschule Feldstedt mitgezählt werden. Etwa zehn Erwachsene sind regelmäßig aktiv. Besonders die Kinder nutzen die Zehn-Meter-Bahn, um mit Luftgewehr oder -pistole auf Zielscheiben zu schießen.

Tradition mit Handkurbel

Die Zielscheiben werden noch per Hand hin- und hergekurbelt – eine traditionelle Drahtkonstruktion macht’s möglich. „Für unsere deutschen Gäste ist das immer ein Erlebnis und eine Erinnerung an früher“, sagt Friedrichsen. In Deutschland sei diese Technik meist durch digitale Lösungen ersetzt worden. Mehrmals im Jahr besuchen die Feldstedter auch die befreundeten Vereine südlich der Grenze.

Für die Minderheit sollte der Verein einst eine zentrale Rolle spielen. „Doch es gibt nicht mehr so viele“, stellt Friedrichsen fest. Deshalb wolle man künftig stärker werben – auch bei der Mehrheit. Denn der Verein könne ein Brückenbauer sein, ist er überzeugt.

Hoffen auf den Nachwuchs

Außerdem hofft er, dass einige der jungen Leute, die jetzt zum Schießen kommen, „hängen bleiben“ und den Verein in die Zukunft tragen. Sein Wunsch: „Dass wir auch das 70-jährige Jubiläum hier im Schützenhaus feiern können.“

Am 7. November ist übrigens Lottospiel beim Schützenverein, macht Friedrichsen auf ein weiteres Highlight aufmerksam. Einlass ist ab 18 Uhr, Beginn um 19 Uhr.