Kommunalwahl 2025

Neue Gesichter, alte Bündnisse: So geht Hadersleben zur Wahl

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Politisches Tauziehen vor der Wahl – aber nur fürs Foto. Die Allianz der Mitte ist eines von vier Wahlbündnissen und hat sich vorgenommen, an einem Strang zu ziehen. Auf dem Foto sind (v. l.) Jakob Vindel Duedahl (Radikale Venstre), Kjeld Thrane (Konservative Volkspartei), Carsten Leth Schmidt (SP) und Paul-Erik Planitzer von den Christdemokraten zu sehen.

Am 18. November wählen die Menschen in der Kommune Hadersleben ein neues Parlament. 111 Kandidierende treten für 13 Parteien und vier Bündnisse an. Wer steht zur Wahl, wie divers ist das Ganze – und was könnte sich ändern?

Die Ausgangslage in der Domstadtkommune ist komplex: In Hadersleben stellen sich 111 Menschen zur Wahl, darunter 36 Frauen – das entspricht einem Anteil von 32 Prozent. Nur die Sozialistische Volkspartei (SF) erreicht mit 50Prozent eine ausgeglichene Liste. Es folgen die Partei der deutschen Minderheit, die Schleswigsche Partei (SP), und die Sozialdemokratie mit je 43Prozent Frauenanteil. Dem gegenüber stehen reine Männerriegen: Christdemokraten, Neue Bürgerliche und die Alternative schicken ausschließlich Männer ins Rennen.

Bündnisse als Machtfaktor

Die größte Liste hat Venstre mit 14 Kandidierenden. Mit jeweils zwei Namen auf dem Wahlzettel halten sich Neue Bürgerliche und die Alternative auffallend kurz. Eine Übersicht findet sich hier. 

Entscheidend könnte sein, wer mit wem politisch gut kann: In der Kommune Hadersleben haben sich vier Wahlbündnisse gebildet. Die Sozialdemokratie tritt gemeinsam mit SF an. Die SP geht mit der Radikalen Venstre, der Konservativen Volkspartei und den Christdemokraten ins Rennen und bildet die Allianz der Mitte. 

Ein drittes Bündnis verbindet die bürgerlichen Parteien Venstre, Liberale Allianz, Neue Bürgerliche, Dänische Volkspartei und Dänemarkdemokraten. Einheitsliste und die Umweltpartei Alternative haben sich als linkes Duo am linken politischen Spektrum zusammengeschlossen. 

Diese Zusammenschlüsse dürften sich auszahlen: Nach dem d’Hondt-Verfahren werden Mandate in Wahlbündnissen gemeinsam gewertet. Das kann kleineren Parteien den Einzug in das Haderslebener Kommunalparlament erleichtern.

 

Alle an einem Strang – hoffentlich

Für die Partei der Minderheit wird die Wahl in Hadersleben erneut ausgesprochen spannend. Spitzenkandidat Carsten Leth Schmidt und das SP-Team setzen auf die grüne Umstellung. Diese ist in der Landkommune Hadersleben zwar nicht unumstritten, „doch notwendig“, betont der Spitzenkandidat Leth Schmidt: Und dafür müssten die politisch Verantwortlichen an einem Strang ziehen: „Politik soll nicht spalten, sondern verbinden.“