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Dänemarks Kicker mit großem Selbstvertrauen ins Turnier

Dänemarks Kicker mit großem Selbstvertrauen ins Turnier

Dänemarks Kicker mit großem Selbstvertrauen ins Turnier

Kopenhagen
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Christian Eriksen und Simon Kjær legen die Messlatte hoch. Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix

Träume sind erlaubt. Und Dänemarks Fußballer träumen vom Titel. Der Europameister von 1992 geht als Außenseiter in die EM, rechnet sich aber durchaus Chancen aus.

Alle im dänischen Lager sind von einem großartigen Abschneiden bei der Europameisterschaft überzeugt. Mehrere Spieler hatten im Vorfeld der EM offen vom Titelgewinn geträumt, doch mit einem konkreten Ziel will die dänische Fußball-Nationalmannschaft nicht rausrücken.

„Es ist durchaus erlaubt, große Erwartungen an unsere Mannschaft zu haben. Wir müssen hohe Ziele anpeilen, und dann müssen wir sehen, wie weit es geht“, sagt Christian Eriksen, ohne darauf eingehen zu wollen, ob ein Erreichen des Viertelfinales, Halbfinales oder Endspieles ausreichend ist.

Das Minimalziel ist, das Aus nach der Gruppenphase zu vermeiden. Mit drei Heimspielen gegen Finnland, Belgien und Russland ist das durchaus machbar, nicht zuletzt weil der Gruppenerste und Gruppenzweite plus vier der sechs besten Gruppendritten ins Achtelfinale einziehen.

„Wir müssen hundertprozentig die Gruppenphase überstehen, aber wir müssen von Spiel zu Spiel und nicht zu weit nach vorne blicken, denn bei einer EM sind alle Spiele schwierig“, meint Joakim Mæhle vor dem Auftaktspiel am Sonnabend ab 18 Uhr gegen Finnland.

Gelöste Stimmung beim Abschlusstraining. Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix

Simon Kjær steht vor seiner vierten Endrunde mit der dänischen Nationalmannschaft und ist noch nie so zuversichtlich in ein Turnier gegangen.

„Als wir 2016 mit Åge Hareide den Anfang machten, hatten wir einen Kader mit einem fantastischen Potenzial, und seitdem sind unsere Qualitäten und Fähigkeiten nur gestiegen. Das ist wohl der stärkste Nationalmannschaftskader, dem ich angehört habe, und zwar auf dem Platz und auch außerhalb“, so der dänische Kapitän: „Wir sind gerne zusammen und gleichzeitig sind ein riesiger Professionalismus und ein riesiger Ehrgeiz erkennbar. Das ist eine einzigartige Kombination. Wir haben einen Optimismus und einen Glauben daran, dass wir etwas Besonderes schaffen können, wenn wir von Spiel zu Spiel blicken.“

Simon Kjær weist darauf hin, dass Dänemark nur selten ein Länderspiel verliert. Nach ein paar Ausrutschern im Herbst 2016 hat die dänische Auswahl nur bei der WM 2018 nach Elfmeterschießen gegen Kroatien sowie zweimal in der Nations League gegen Belgien verloren. Hinzu kommt die Niederlage der Notelf in der Slowakei.

Kasper Hjulmand beim Abschlusstraining. Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix

„Die Leute müssen sich Sorgen machen, wenn sie auf uns treffen, es ist mir an und für sich egal, ob wir Favoriten oder Underdogs sind, wenn wir am Ende etwas Großartiges erreichen“, sagt Christian Eriksen.

Kasper Hjulmand ist davon überzeugt, dass seine Mannschaft bei dieser EM alle Gegner schlagen kann, aber im Prinzip auch gegen jeden verlieren kann.

„Unser erstes Ziel ist es, die Gruppenphase zu überstehen, mit so gutem Fußball wie nur möglich, damit wir für die K.-o.-Spiele auf einer guten Grundlage stehen“, meint der Nationaltrainer: „Überstehen wir die Gruppenphase, würden bis zu vier K.-o.-Spiele auf uns warten, wo Kleinigkeiten entscheiden, und glauben daran, dass wir diese zu unseren Gunsten kippen können.“

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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