Krieg in der Ukraine

Modeportal stellt Ecco-Verkauf ein

Modeportal stellt Ecco-Verkauf ein

Modeportal stellt Ecco-Verkauf ein

Tondern/Bredebro
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Ecco bleibt weiterhin in Russland. Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

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Nach Russlands Übergriff auf die Ukraine haben viele dänische Unternehmen Russland verlassen. Ecco hält am russischen Geschäft fest, doch nun spielt ein Modeportal nicht mehr mit.

Das dänische Modeportal Miinto hat den Verkauf von Ecco-Produkten eingestellt. Miinto reagierte darauf, dass Ecco im Gegensatz zu anderen dänischen Unternehmen weiterhin an seinem russischen Geschäft mit 250 Läden festhält, schreibt die Zeitung „Berlingske Tidende“.

„Wenn Ecco sich nicht deutlich von seinen Geschäften in Russland distanziert, sollen sie auch nicht ihre Produkte über unsere Plattform verkaufen können“, sagt Konrad Kierklo, Direktor von Miinto.

Eigentlich hätte sein Unternehmen bereits von Anfang an, als Ecco mitteilte, in Russland bleiben zu wollen, den Verkauf einstellen sollen, so Kierklo. Es gehe darum, ein Signal zu senden.

Kierklo will gegenüber „Berlingske” nichts darüber sagen, wie groß der Anteil von Ecco-Produkten sei. Dies sei ohne Bedeutung, meint er.

Auch die Golf-Kette Golf Experten hat Ecco-Ware aus den Regalen genommen.

Paw Sko hält an Ecco fest

Die landesweite Schuhkette Paw Sko hält indes am Verkauf von Ecco-Schuhen fest.

„Ecco-Produkte sind nicht ganz so nachgefragt wie bisher – einige Kunden wählen andere Produkte. Es werden aber weiterhin sehr, sehr viele Ecco-Schuhe verkauft”, sagt Paw-Direktor Jan Wentzel zu „Berlingske“.

Auch er nennt keine Zahlen, sagt aber, dass Paw Sko weiterhin Ecco verkaufen werde.

„Unserer Meinung nach sollte Ecco mitteilen, dass sie gewillt sind, einen Weg aus dem russischen Markt zu finden. Wir glauben, dass sie eine Lösung finden werden”, sagt Wenzel.

Auch Rockwool noch in Russland

Im März zog sich Carlsberg nach Druck von Verbrauchern aus Russland zurück.

Neben Ecco hat auch Rockwool immer noch seinen Betrieb in Russland. Die Unternehmen erklärten, dass sie aus Rücksicht auf die Mitarbeiterschaft in Russland blieben – und weil sie befürchten, dass die russischen Behörden ihre Geschäfte übernehmen und verstaatlichen werden.

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