Atomdeponie

AKW Bauschutt: SH entscheidet sich gegen Harrislee

AKW Bauschutt: SH entscheidet sich gegen Harrislee

AKW Bauschutt: SH entscheidet sich gegen Harrislee

dpa
Kiel
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250 Tonnen Schutt aus dem AKW Brunsbüttel sollen in einer Deponie aus SH untergebracht werden. Die Zeit drängt, denn das seit 2011 stillgelegte AKW befindet sich im Rückbau. Foto: Christian Charisus/dpa

Das Land wird den Standorten Niemark, Wiershop und Johannistal den schwach radioaktiven Bauschutt aus Brunsbüttel zuweisen.

Die Landesregierung will AKW-Bauschutt aus dem Rückbau des Atomkraftwerks Brunsbüttel in Deponien in Lübeck-Niemark und Johannistal in Gremersdorf (Kreis Ostholstein) lagern. „Ich bedauere, dass es bislang nicht überall gelungen ist, eine freiwillige Lösung für die Deponierung freigemessener Abfälle aus Kernkraftwerken im Land zu finden“, sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Mittwoch.

Deshalb müsse das Land das rechtliche Instrument der Zuweisung nutzen. Ein Entwurf sei den Deponiebetreibern bereits zur Anhörung vorgelegt worden.
 
Laut Umweltministerium wären für die Lagerung der ersten herkömmlichen Abfälle aus dem AKW Brunsbüttel bis 2022 auch Deponien in Wiershop (Kreis Herzogtum Lauenburg), Harrislee (Kreis Schleswig-Flensburg) sowie Großenaspe (Kreis Segeberg) in Frage gekommen. In Wiershop werden auf Basis einer einvernehmlichen Lösung bereits Abfälle aus dem nahegelegenen Kernkraftwerk Krümmel gelagert.

Für den Bauschutt aus späteren Phasen des Rückbaus in Brunsbüttel sollen aber erneut alle fünf Deponien als Standort geprüft werden.

Der Bauschutt besteht unter anderem aus Mineralwolle, Bauschutt und Isolierungen. Der nicht wiederverwertbare Müll wird laut Ministerium bis zu viermal gemessen. Die Reststrahlung soll maximal zehn Mikrosievert betragen und deutlich unterhalb der Dosen durch natürliche radioaktive Strahlung pro Jahr liegen. So liegt die natürliche Strahlenbelastung in Deutschland durchschnittlich bei 2.100 Mikrosievert pro Jahr.
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