Grenzland

Region Sønderjylland-Schleswig gegen Atomdeponie in Harrislee

Region Sønderjylland-Schleswig gegen Atomdeponie in Harrislee

Region Sønderjylland-Schleswig gegen grenznahe Atomdeponie

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Pattburg/Apenrade
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Preben Jensen
Preben Jensen ist Vorstandsvorsitzender der Region Sønderjylland-Schleswig und sitzt für Venstre im Rat der Region Süddänemark. (Archivfoto) Foto: Ludvig Dittmann/Jysk Fynske Medier/Ritzau Scanpix

Grenzkommunen auf deutscher und dänischer Seite lehnen das Vorhaben ab – und wehren sich gegen möglichen Zwang.

Der Vorstand der Region Sønderjylland-Schleswig fordert das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein auf, keine Abfälle aus dem Rückbau kerntechnischer Anlagen auf einer Deponie in der Gemeinde Harrislee zu lagern.

Wie der Vorstand am Freitag mitteilt, fordert die deutsch-dänische Zusammenarbeit insbesondere dazu auf, nicht das „nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz vorgesehene zwangsweise Verfahren von Zuweisungen gegen das Votum von betroffenen Gemeinden oder Nachbargemeinden oder Deponiebetreibern“ anzuwenden.

In den vergangenen Jahren haben sich neben der Landesregierung Deponiebetreiber und Sitz- und Nachbargemeinden von Deponien unter anderem in einer Begleitgruppe intensiv mit dem Problem der Deponierung auseinandergesetzt. Konsens insbesondere mit der Landesregierung war bisher eine freiwillige Beteiligung aller Beteiligten an dem Modell „Deponie Plus“.

„Eine zwangsweise Zuweisung von freigemessenen Abfällen widerspricht dem Geist der gesamten bisherigen interdisziplinären Zusammenarbeit“, heißt es in der Stellungnahme des Vorstandes.

„Eine infrage kommende Deponie liegt in der Regionsgemeinde Harrislee in unmittelbarer Nachbarschaft zu den deutschen Grenzkommunen Flensburg und Handewitt und zur dänischen Grenzkommune Apenrade. Diese Regionsgemeinden lehnen eine Ablagerung auf der Deponie ab“, so der Vorstandsvorsitzende, Preben Jensen (Venstre), und seine Vorstandskollegen.

Die Region Sønderjylland-Schleswig

Die Partner der institutionalisierten Zusammenarbeit Region Sønderjylland-Schleswig sind auf deutscher Seite neben der Stadt Flensburg die Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg. Auf dänischer Seite sind es die Region Süddänemark sowie die Kommunen Apenrade, Sonderburg, Tondern und Hadersleben.

Oberstes Ziel: Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit forcieren und Wachstumsbedingungen und kulturellen Zusammenhang in der Region verbessern.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit durch die Region Sønderjylland-Schleswig stellt seit 1997 den politischen und verwaltungstechnischen Teil der Kooperation im deutsch-dänischen Grenzland dar.

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