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Wahlplakat-Rennen am Sonnabend

Wahlplakat-Rennen am Sonnabend

Wahlplakat-Rennen am Sonnabend

cvt/Ritzau
Sonderburg/Kopenhagen
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Stephan Kleinschmidt
Stephan Kleinschmidt am Sonnabend in Sonderburg. Foto: Cornelius von Tiedemann

FOTOSERIE & VIDEO Ab 12 Uhr am Sonnabend durften in Dänemark die Plakate für die Regions- und Kommunalwahl aufgehängt werden. In Nordschleswig standen die Kandidaten und Helfer der Schleswigschen Partei (SP) schon am Vormittag in den Startlöchern. Wegen des angekündigten Sturmes verschieben einige Parteien andernorts ihre Werbefeldzüge.

„Wir waren gut davor“, sagt der Bürgermeisterkandidat der Schleswigschen Partei (SP) in Sonderburg, Stephan Kleinschmidt, am Sonnabendnachmittag in der Sonderburger City, als er sein letztes Plakat aufhängt. Er muss nach stundenlangem Einsatz an Straßenlampen und Strommasten schnell weiter – die Pflicht ruft den Kulturausschussvorsitzenden der Kommune: eine Trauung. Wie viele Plakate er seit 12 Uhr aufgehängt hat, weiß er gar nicht. Doch die strategisch wichtigen Stellen seien von ihm und den „15 bis 20 Teams“ der SP in der Kommune Sonderburg abgedeckt worden, sagt er.

„Jedes einzelne Plakat macht einen unheimlichen Unterschied“, sagt Kleinschmidt. Auch die SP-Kandidatin Christel Leiendecker, in Rinkenis im Einsatz, hat ein wenig den Überblick über die Anzahl der aufgehängten Plakate verloren. Auf jeden Fall seien die SP-Plakate „on the top“, versichert sie – trotz des Gedränges von Venstre und Sozialdemokraten.

Kleinschmidt und Leiendecker im Video:

Sturm Ingolf blies in einigen Kommune den Plakat-Start ab

In einigen Kommunen Dänemarks werden am Mittag noch kaum Wahlplakate zu sehen sein. Grund dafür ist der angekündigte Sturm Ingolf. „Ich würde empfehlen, dass man die Plakate richtig gut festzurrt. Wenn man nah an der Küste in Westjütland, Nordseeland oder Nordjütland ist, sollte man vielleicht bis Sonntagnachmittag warten die Wahlplakate aufzuhängen“, sagt Bolette Brødsgaard vom DMI, dem dänischen Meteorologischen Institut.

„Die Wahlplakate sind aus fester Pappe gemacht und können sehr hart treffen, wenn sie durch die Gegend fliegen“, sagt sie. Normalerweise werden die Plakate sehr schnell nach dem Stichtermin, dieses Mal um 12 Uhr mittags, aufgehängt. Die Parteien liefern sich regelrechte Wettrennen um die besten und sichtbarsten Orte.

Stephan Kleinschmidt
In Sonderburg wird aufgehängt: SP-Spitzenkandidat Stephan Kleinschmidt und sein Team bei den Planungen am Sonnabendmorgen. Foto: K. Riggelsen

In Lemvig wird erst am Sonntag plakatiert

Die Sozialdemokraten in Lemvig haben bereits bekanntgegeben, das Aufhängen zu verschieben – aus Sicherheitsgründen, sagt der Ortsvorsitzende Ivan Møller Sørensen. „Wenn du oben auf einer Leiter stehst und herunter geweht wirst oder wenn die Plakate auf die Straßen fliegen und Autos treffen, ist das unverantwortlich“, sagt er.

Er und seine Helfer wollen am Sonntagvormittag loslegen. „So wie ich es höre, gibt es nicht viele, die heute ihre Plakate aufhängen. Deshalb glaube ich nicht, dass das viel bedeuten wird. Das hoffe ich zumindest“, sagt er.

In Odsherred in Nordseeland haben sich Venstre und Sozialdemokraten koordiniert. Aufgehängt wird trotz des Wetters – da sich beide Gruppen darauf einigten, dass das Wetter am Sonnabend wohl besser aussieht als am Sonntag.

Der Sturm Ingolf soll vor allem im nördlichen Jütland, an der Westküste und dem nördlichen Fünen und Seeland wüten.

Auch in Aalborg wird fleißig Werbung gemacht. Foto: Scanpix
In Nordschleswig bereiteten sich die Kandidaten am Vormittag auf das Rennen um die besten Plakat-Plätze vor. Foto: Karin Riggelsen
Dieses Paar hat in Rinkenis und Quars 40 Plakate aufgehängt – und traf dabei auch auf SP-Helfer. Man habe sich gegenseitig geholfen, berichten sie. Foto: Cornelius von Tiedemann
Lasse Tästensen
SP-Kandidat Lasse Tästensen sorgt für Aufmerksamkeit für Parteifreund Kurt Andresen in Apenrade. Foto: Kim Petersen
Christel Leiendecker
Christel Leiendecker im Einsatz. Um die 30 Plakate hat sie am Sonnabend aufgehängt. Wegen des Wetters will sie mit dem Rest lieber bis Sonntag warten. Foto: C. v. Tiedemann
Auch Abseits der Hauptstraßen hängt schon so manches Plakat, hier in Rinkenis. Foto: C. v. Tiedemann
Mia Nyegaard
Mia Nyegaard von den Radikalen ist erst seit drei Tagen Spitzenkandidatin in Kopenhagen und hatte am Sonnabend nur wenige fertige Plakate zur Verfügung. Foto: Scanpix
Kampf um jeden Zentimeter in der Kopenhagener City. Foto: Scanpix
Sabina Wittkop-Hansen und ihr Team um 12 Uhr in Hadersleben. Foto: K. Riggelsen
In Kopenhagen gehen auch die Kommunisten ins Rennen. Foto: Scanpix
Ein DF-Team in Kopenhagen. Foto: Scanpix
Kurze Verschnaufpause für eine Volkssozialistin. Foto: Scanpix
Sportliches Venstre-Team in Gravenstein. Foto: C. v. Tiedemann
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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Region war gestern“