Wirtschaft

Gerne wieder Kiosk oder etwas anderes: DSB wünscht sich Nachmieter

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Hat den Bahnhofskiosk in Tingleff viele Jahre betrieben und hört als Pächterin auf: Gitte Møhl (Archivfoto).

Ende Oktober zieht sich die langjährige Pächterin des Tingleffer Bahnhofskiosks zurück. Ob es eine Nachfolge geben wird, ist noch unklar. Die Bahngesellschaft würde gern weitervermieten, um den Bahnhof mit Leben zu füllen.

Nachdem sich Gitte Møhl dazu entschlossen hat, den Kiosk im Tingleffer Bahnhofgebäude nach fast 30 Jahren nicht weiter zu pachten und Ende Oktober einen Schlussstrich zu ziehen, ist die dänische Bahngesellschaft DSB an einer Weitervermietung interessiert.

Ein Fortbestehen als Kiosk ist dabei kein Muss, so die Rückmeldung von Lars Gøtke, stellvertretender Direktor des DSB-Bereichs Liegenschaften.

Für alternative Nutzung offen

„Natürlich wollen wir andere Mieter finden, die den Bahnhof mit ebenso viel Leben füllen, wie Gitte es so viele Jahre getan hat. Wenn es vor Ort jemanden gibt, der den Kiosk übernehmen möchte oder andere gute Ideen hat, wie die Räumlichkeiten genutzt werden können, dann darf er sich sehr gern an uns wenden“, sagt Lars Gøtke.

Ein Ass im Ärmel für eine Verpachtung hat DSB womöglich dadurch, dass der Tingleffer Bahnhof laut Infrastrukturplan ab 2027/28 als Umsteigebahnhof für Zugverbindungen von und nach Deutschland ins Spiel gebracht ist und dadurch mit mehr Fahrgastbetrieb gerechnet werden kann.

Eine Nachfolge würde auch Gitte Møhl begrüßen, die nach ihrem Abschied vom Bahnhofskiosk als Teilzeitkraft bei „SuperBrugsen“ in Tingleff weiterarbeiten wird.

Gitte Møhl vor dem Bahnhofskiosk in Tingleff, den sie allzu gern in andere Hände geben würde.

Gitte Møhl: Ein Feierabend als Angestellte

„Ich wünsche mir für Tingleff, dass es nach wie vor einen Kiosk mit Imbiss gibt. Es würde dem Ort und natürlich auch dem Bahnhof sonst etwas fehlen“, so Gitte Møhl zum „Nordschleswiger“.

Sie blicke mit guten Erfahrungen und Erlebnissen auf die vielen Jahre als selbstständige Kioskbetreiberin zurück, es sei aber an der Zeit gewesen, kürzerzutreten und etwas anderes zu machen.

„Ich bin jetzt 62 Jahre alt und merke einfach, dass die Arbeit und die Verantwortung zu viel werden. Ich freue mich darauf, als Angestellte bald einfach Feierabend machen zu können und nicht ständig an den eigenen Betrieb zu denken.“