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SønderjyskE kassiert neue Ohrfeige im Schlussdrittel

SønderjyskE kassiert neue Ohrfeige im Schlussdrittel

SønderjyskE kassiert neue Ohrfeige im Schlussdrittel

Herning
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Steffen Frank erzielte den einzigen SønderjyskE-Treffer des Abends. Foto: Karin Riggelsen

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Zum zweiten Mal innerhalb von zehn Tagen sind die Eishockeyspieler von SønderjyskE mit einer Führung ins Schlussdrittel gegangen und mit einer deutlichen Niederlage die Heimreise angetreten. In Herning fiel die Entscheidung allerdings erst in den Schlusssekunden.

Eine der schwächsten Saisonleistungen haben die Eishockeyspieler von SønderjyskE im Auswärtsspiel gegen Herning Blue Fox gezeigt. Der Tabellenführer hat gegen den Rekordmeister eine 1:4-Schlappe einstecken müssen.

Das klare Ergebnis täuscht allerdings über den Spielverlauf hinweg. Es blieb bis zum Schluss spannend, doch die Hellblauen kassierten in den letzten 70 Sekunden die Gegentore drei und vier, als sie alles auf eine Karte setzten und den Torwart vom Eis nahmen.

„Wir waren nicht präsent. Der Siegeswille war bei Herning größer als bei uns“, sagt ein unzufriedener SønderjyskE-Trainer Mario Simioni zum „Nordschleswiger“: „90 Prozent der Mannschaft war nicht da. Nach dem Sieg gegen Aalborg war die Attitüde heute nicht die richtige. Für mich war es das schlechteste Saisonspiel. Gegen Herlev war nur das letzte Drittel schlecht. Wir hatten Glück, dass das Spiel bis zum Ende noch eng war.“

Vier Gegentore im Schlussdrittel

Zum zweiten Mal innerhalb von zehn Tage sind die Hellblauen mit einer Führung ins Schlussdrittel gegangen und haben die letzten 20 Minuten mit 0:4 verloren. In Herlev wurde aus einer 3:2-Führung eine 3:6-Pleite, diesmal aus einer 1:0-Führung eine 1:4-Schlappe.

Steffen Frank hatte wenige Sekunden vor Ende des zweiten Drittels mit einem Überzahl die Führung erzwungen, doch erst mit einem noch unumstrittenen Penalty konnte Herning den starken Nicolaj Henriksen im SønderjyskE-Tor überwinden. 

Die Gastgeber legten Mitte des Schlussdrittels in Überzahl den zweiten Treffer nach und trafen in den letzten 70 Sekunden zweimal ins leere Tor.

„Wir haben am Donnerstag schlecht trainiert und haben dies mit ins Spiel genommen. Wir waren nachlässig“, ärgert sich Mario Simioni, der wieder einmal viele Ausfälle zu beklagen hatte: „Dies darf nicht als Entschuldigung gelten, und ich will den Herninger Sieg nicht schmälern. Wir hatten sechs Ausfälle, Herning auch.“

 

Herning Blue Fox - SønderjyskE (0:0,0:1,4:0) 4:1

0:1 Steffen Frank (39:34/Ass.: Charlie Combs, Martin Eskildsen/5 gegen 4), 1:1 Mathias Bau Hansen (Penalty/42:26), 2:1 Lukas Bang (50:28/5 gegen 4), 3:1 Mathias Bau Hansen (58:52), 4:1 Brett Perlini (59:52).

Zeitstrafen: Herning 4x2 – SE 6x2 Minuten. Schiedsrichter: Rasmus Haarkær Ankersen/René Jensen. Zuschauer: 1.902.

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