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SønderjyskE schrammt haarscharf an Überraschung vorbei

SønderjyskE schrammt haarscharf an Überraschung vorbei

SønderjyskE schrammt haarscharf an Überraschung vorbei

Apenrade/Aabenraa
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Sarah Paulsen setzt sich gegen die Esbjerg-Deckung durch. Foto: Karin Riggelsen

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Der Aufsteiger hatte den Meisterschaftsfavoriten am Haken, doch die Handballerinnen von Team Esbjerg sind doch noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Bei SønderjyskE zeigte man sich enttäuscht.

Die Handballerinnen von SønderjyskE sind in der Liga angekommen. Der Aufsteiger stand vor einer schier aussichtslosen Aufgabe gegen das Starensemble aus Esbjerg, hat aber eine begeisternde Leistung gezeigt, die einen Punktgewinn und auch mehr Zuschauer verdient gehabt hätte. Vor der enttäuschenden Kulisse von 500 Zuschauerinnen und -zuschauern sind die Hellblauen haarscharf an der dicken Überraschung vorbeigeschlittert und haben das Heimspiel gegen Team Esbjerg doch noch mit 22:26 verloren.

„Das war schade. Das war verdammt noch mal schade. Wir haben eine feine Leistung gebracht, aber ich hätte lieber die Punkte gehabt. Wir sind alle voller Enttäuschung – es mag sein, dass wir morgen auch stolz sind“, sagte ein ärgerlicher SønderjyskE-Trainer Peter Nielsen nach der Schlusssirene zum „Nordschleswiger“.

Die SønderjyskE-Handballerinnen packten gegen Team Esbjerg zu. Foto: Karin Riggelsen

Seine Mannschaft hatte es verpasst, Team Esbjerg noch tiefer in die Krise zu schieben. Der Meisterschaftsfavorit, der vor vier Monaten noch beim Final Four der Champions League spielte, hatte sich zum Saisonauftakt bis auf die Knochen blamiert, als es in eigener Halle eine 15:19-Pleite gegen den Abstiegskandidaten Ajax gab. Erbärmliche drei Tore hatte der amtierende Vizemeister zustande gebracht.

Der Schock war nicht verdaut, auch der Auftritt in Apenrade war völlig verkrampft. Der amtierende Vizemeister musste ohne Leistungsträger wie Kristine Breistøl, Sanna Solberg, Henny Reistad und Dinah Eckerle auskommen, Trainer Jesper Jensen konnte aber weiterhin eine Sieben voller Stars aufs Spielfeld schicken, aber auch bei einem Weltstar wie Nora Mørk lagen die Nerven blank. Die Norwegerin, die sechsmal die Champions League gewonnen hat, schrie Teamkollegin Julie Bøe Jacobsen an.

Die Gesichter der Esbjergerinnen sprachen Bände, voller Panik und Angst vor einer erneuten, peinlichen Niederlage. Die Erleichterung war aber groß, als Nationaltorhüterin Rikke Poulsen mit zahlreichen Paraden in der Schlussphase das Debakel verhinderte.

Josefine Dragenberg trifft vom Kreis. Foto: Karin Riggelsen

„Es überrascht mich, dass ich jetzt hier stehe und nach einer Niederlage gegen diesen Gegner enttäuscht sein kann“, so Rückraumspielerin Sofie Schelde-Rasmussen: „Wir hatten viele Chancen. Wir hatten viele Chancen, einen oder sogar zwei Punkte zu holen. Ich hatte das Gefühl, dass das Spiel in beide Richtungen hätte kippen können, aber am Ende hatten wir auch Pech.“

Die SønderjyskE-Handballerinnen hatten sich nach einem 7.12-Rückstand wieder heran gekämpft und zum 16:16 (36.) ausgleichen können. Es blieb bis zur Schlussphase spannend, und es hätte vielleicht anders ausgehen können, wenn Lea Hansen in der 54. Minute erneut ausgeglichen hätte. Die Außenspielerin traf aber die Unterkante der Querlatte, und nach zwei schnellen Gegentreffern hieß es plötzlich 20:23.

Team Esbjerg konnte mit Glück und Erfahrung den Vorsprung über die Zeit schaukeln.

SønderjyskE - Team Esbjerg (12:15) 22:26

SønderjyskE: Alberte Stenderup, Stine Broløs – Celine Hehnel Hansen, Mette Lassen (2), Lea Hansen (1), Ricka Falk Gindrup, Tine Geertsen, Katja Johansen (1), Pernille Johannsen (1), Sofie Schelde-Rasmussen (4), Louise Ellebæk (3), Eline Osland, Olivia Simonsen (1), Josefine Dragenberg (4), Sarah Paulsen (5).

Team Esbjerg: Rikke Poulsen, Amalie Milling – Kaja Kamp Nielsen (4), Michala Møller (6), Nora Mørk (4/2), Kathrine Heindahl, Beyza Türkoglu (1), Mette Tranborg, Marit Røsberg Jacobsen (5/2), Anne Tolstrup Petersen, Julie Bøe Jacobsen (2), Vilde Mortensen Ingstad (4).

Schiedsrichter: Mads Hansen/Jesper Madsen. Zuschauer: 490.

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