SVM-Regierung will soziale Medien für Kinder unter 15 Jahren verbieten

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„Mobiltelefone und soziale Medien rauben unseren Kindern ihre Kindheit.“ Das sagte Staatsministerin Mette Frederiksen (Soz.) in ihrer ersten Rede nach der Sommerpause am Dienstag im Folketing. Die Regierung will daher „mehrere soziale Medien“ für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren verbieten. Eltern soll es aber möglich sein, ihren Kindern ab 13 Jahren die Nutzung zu erlauben. 

Die meisten sozialen Medien haben derzeit eine Altersgrenze von 13 Jahren. Zahlen der Kinderschutzorganisation Børns Vilkår zeigen laut Regierungschefin, dass 94 Prozent der Kinder in der 7. Klasse bereits ein Profil in einem sozialen Netzwerk haben. Frederiksen ging in ihrer Rede nicht näher darauf ein, welche Apps sie damit meint, ab wann eine Altersgrenze gelten und wie dies in der Praxis funktionieren soll. 

Im Juli ermöglichten neue Richtlinien der EU-Kommission, eine nationale Altersgrenze für die Nutzung sozialer Medien festzulegen. Die Ministerin für Digitalisierung, Caroline Stage (Moderate), sprach von einem „Neuanfang“ und schlug persönlich eine Altersgrenze von 15 Jahren vor. 

Ein Gesetzentwurf zu einer Altersgrenze ist im neuen Programm der Regierung für das kommende Parlamentsjahr jedoch nicht enthalten, eine Umsetzung damit offen.