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Sønderjyske-Torwart hat Bundesliga-Abenteuer nicht bereut

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Jakob Busk kam bei der TSG Hoffenheim über die Ersatzbank nicht hinaus.

Jakob Busk hatte sich von seinem Aufenthalt bei der TSG Hoffenheim mehr erhofft, steht aber trotz seiner null Bundesliga-Minuten voll hinter seiner Entscheidung. Der 31-Jährige spricht im „Nordschleswiger“-Interview über seine vier Monate in Hoffenheim und auch darüber, ob es die Rückkehr zu Sønderjyske geben wird.

Fünf Jahre lang saß er bei Union Berlin auf der Bank, ohne einen Einsatz in der 1. Bundesliga zu bekommen. Auch im zweiten Anlauf hat es mit dem Debüt in der 1. Bundesliga nicht geklappt. Mit null Einsatzminuten hat Jakob Busk die TSG Hoffenheim wieder verlassen, nachdem er im Winter von Sønderjyske ausgeliehen worden war.

„Ich hatte mir ein wenig mehr erhofft. Ein, zwei oder mehr Bundesliga-Spiele, aber es sollte nicht sein. Jetzt, wo ich ohne Bundesliga-Einsatz wieder gehe, verstehe ich, dass sich einige Leute wundern, dass ich es gemacht habe, aber ich bereue es keineswegs und stehe zu 100 Prozent zu meiner Entscheidung. Wenn man Fußballer bei Sønderjyske ist, lehnen die wenigsten ein Angebot aus Hoffenheim ab. Bei allem Respekt ist der Unterschied zwischen der Superliga und der Bundesliga größer, als manche glauben. Hätte ich jetzt vier oder fünf Bundesliga-Spiele gemacht, wäre das Verständnis der Leute vielleicht größer gewesen“, sagt Jakob Busk zum „Nordschleswiger“.

Der 31-Jährige war im Sommer 2024 nach acht Jahren bei Union Berlin zu Sønderjyske gekommen, verließ den Superliga-Aufsteiger aber bereits nach 14 Superliga-Einsätzen wieder, als kurz vor Schließung des Wintertransferfensters ein Angebot von der TSG Hoffenheim kam, die auf die Verletzung von Nationalkeeper Oliver Baumann auf Torwartsuche war.

Jakob Busk kam im Sommer 2024 von Union Berlin zu Sønderjyske.

„Als ich kam, war die Ungewissheit um Oliver Baumann groß. Damals lief er noch mit Krücken. Er ist aber schneller zurückgekehrt als erwartet, und in seiner Abwesenheit hat Luca Phillip seine Sache gut gemacht“, so Busk, der sich lediglich ärgert, dass er sich in den fünf Wochen mit fünf Bundesliga-Spielen, wo es einen offenen Konkurrenzkampf um den Platz zwischen den Pfosten gab, nicht gegen Luca Phillip durchsetzen konnte.

Training mit Deutschlands Nummer eins

„Ich habe eine wertvolle Erfahrung sammeln können. Hoffenheim ist ein großer Klub mit einem mächtigen Set-up. Die Rahmenbedingungen sind auf einem sehr hohen Niveau. Ich hatte mir zwar sportlich mehr erhofft, habe aber jeden Tag mit Deutschlands Nummer eins trainiert und mir einige Dinge abschauen können. Das ist auch nicht schlecht“, meint Jakob Busk.

Auch die TSG Hoffenheim hatte sich von der Saison mehr erhofft, musste aber bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern.

„Der Klub hatte in keiner Weise damit gerechnet, im Abstiegskampf zu stehen. Der Kader war auch nicht für den Abstiegskampf gebaut, im Gegensatz zu Sønderjyske beispielsweise. Die Stimmung war von Unruhe geprägt, aber am Ende ist die Mission Klassenerhalt geglückt, obwohl es ein wenig zu spannend war. Es wartet jetzt ein großer Umbruch“, so der 31-Jährige.

Jakob Busk übernahm am vierten Spieltag bei Sønderjyske den Platz zwischen den Pfosten und kam auf 14 Superliga-Einsätze, bevor es zur TSG Hoffenheim ging.

Die Kaufoption in der Leihabsprache mit Sønderjyske hat die TSG Hoffenheim nicht gezogen. Der Torwart besitzt bei Sønderjyske noch einen Vertrag bis Mitte 2026, doch bereits im Winter gab es ein klares Zeichen, dass es eine Rückkehr zu den Hellblauen nicht geben wird.

Lösung finden

„Der Ausgangspunkt ist der, dass ich noch ein Jahr bei Sønderjyske Vertrag habe. Wir werden gemeinsam eine Lösung finden, und die Zeit wird zeigen, wie die aussieht“, sagt Jakob Busk.

Schwer vorstellbar, dass der 31-Jährige noch einmal für Sønderjyske zwischen den Pfosten steht. Die Hellblauen haben mit Marcus Bundgaard den Torwart für die Zukunft teuer eingekauft und haben darüber hinaus Nicolai Flø als Ersatzmann.