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Sønderjyske schickt Busk in die Bundesliga – auf Leihbasis

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Jakob Busk wird im Sommer zu Sønderjyske zurückkehren.

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ist ein Spieler von Sønderjyske in die Fußball-Bundesliga gewechselt. Der freie Platz im Tor stellt den Superliga-Aufsteiger vor eine Herausforderung.

Luca Philipp erste Wahl

„Luca Philipp genießt in den kommenden Wochen unser volles Vertrauen. Wir sind überzeugt davon, dass er unseren Kapitän Oliver Baumann während seiner Verletzungspause im TSG-Tor würdig vertreten wird. Da aktuell auch unser Nachwuchskeeper Lukas Petersson verletzt ist, haben wir ja bereits in den vergangenen Tagen kommuniziert, dass wir uns auf dem Transfermarkt nach einem weiteren Torhüter umschauen werden“, erklärt Andreas Schicker, Geschäftsführer Sport bei der TSG Hoffenheim, zur Webseite des Vereins.

„Mit Jakob Busk haben wir nun einen überaus erfahrenen Keeper für uns gewinnen können, der die deutschen Profiligen bereits aus seiner Zeit bei Union Berlin kennt. Er wird Luca mit all seiner Routine unterstützen und unser Torwartteam somit bis zum Ende der laufenden Saison komplettieren“, so Schicker.

Jakob Busk stand zwischen Januar 2016 und Juli 2024 bei insgesamt 57 Pflichtspielen in der 2. Bundesliga sowie dem DFB-Pokal für Union Berlin auf dem Rasen.

Kein alltäglicher Wechsel

„Zunächst einmal sind wir stolz, dass Sønderjyske jetzt einen unserer Spieler direkt in die 1. Bundesliga schickt. Dies ist weder bei Sønderjyske noch in der Superliga alltäglich“, sagt Sønderjyske-Sportchef Casper Daather zum „Nordschleswiger“.

Sønderjyske steht nun aber vor einer großen Herausforderung auf dem Torwartposten und hat nur knapp drei Tage, um diese zu lösen. Nicolai Flø ist nach einer Operation erst wieder auf dem Weg zurück auf den Trainingsplatz, darüber hinaus verfügt man lediglich über die unerfahrenen Benjamin Rasmussen (18) und den kürzlich unter Vertrag genommenen Benicio Peña (21).

„Wir sind auf der Suche nach einem Torwart. Wir hatten nicht damit gerechnet, jetzt in dieser Situation zu sein, befinden uns aber in einer vernünftigen Position, ohne einen neuen Torwart an der Hand zu haben“, so Casper Daather, der sich nicht darauf festlegen will, ob er an einer Leihe bis Saisonende interessiert ist.

Abschiedsgruß?

Jakob Busk ist bis zum Saisonende an die TSG Hoffenheim ausgeliehen. Seine Zitate auf der Vereinswebseite klingen allerdings eher nach Abschied.

„Ich möchte Sønderjyske für die schöne Zeit danken. Auch wenn es kurz war, hat es mir wirklich Spaß gemacht, und ich habe gerne in Haderslev gelebt und meinen täglichen Spaziergang zum Haderslev Idrætscenter gemacht“, so Busk: „Ich denke, uns ist gelungen, was wir erreichen wollten. Ich bin nach Hause gekommen, um regelmäßig Spielzeit zu bekommen, und der Verein hat auch bekommen, was er wollte. Insgesamt war es einfach ein wirklich gutes Match.“

„Es war nicht mein Plan, dass ich nach so kurzer Zeit weiterziehe, aber so ist das nun einmal im Fußball, und wenn sich eine solche Gelegenheit bietet, muss man sie ergreifen. Sønderjyske ist gut aufgestellt und in einer guten Position“, sagt Jakob Busk.