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Sønderjyske nur noch Millimeter vom Klassenerhalt entfernt

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Die Enttäuschung war nach dem Schlusspfiff auf beiden Seiten groß.

Die Sektkorken hätten knallen können, die große Feier muss aber noch warten. Der Abstieg ist nach dem 2:2-Unentschieden gegen AaB für die Sønderjyske-Fußballer in weite Ferne gerückt.

Die Sønderjyske-Fußballer haben zum zweiten Mal in Folge ein Heimspiel und den vorzeitigen Klassenerhalt aus der Hand gegeben, sind aber nach einem wichtigen Punktgewinn beim hochdramatischen 2:2-Unentschieden gegen AaB nur noch Millimeter vom Ticket für die nächste Superliga-Saison entfernt.

AaB und Lyngby müssten schon die nächsten beiden Spiele gewinnen und am letzten Spieltag gegeneinander unentschieden spielen, oder es müssten Vejle und AaB jeweils die drei restlichen Spiele gewinnen, um Sønderjyske noch auf einen Abstiegsplatz zu schicken. Gleichzeitig müsste Sønderjyske ohne Punktgewinn bleiben und einen Sieben-Tore-Vorsprung verschenken.

Nach 90 Minuten plus Nachspielzeit war es den Sønderjyske-Fußballern nicht anzusehen, dass sie im Abstiegskampf den vorentscheidenden Schritt gemacht hatten. Enttäuscht schlichen sie vom Spielfeld, mit dem Gefühl, die nächste große Chance verpasst zu haben, den Sack zuzumachen. Am Ende mussten sie sich noch glücklich schätzen, überhaupt gepunktet zu haben.

Ivan Djantou erzielte zehn Minuten vor Schluss die erneute Führung, doch es reichte nur zu einem Punkt.

Es spielte in der ersten halben Stunde nur eine Mannschaft. Der Klassenunterschied war riesengroß, und AaB sah nicht wie ein Team aus, das in der Superliga bleiben wollte.

Sønderjyske hätte nach einer halben Stunde mindestens 3:0 führen müssen, wenn nicht sogar 4:0 oder 5:0. Fünf hochkarätige Möglichkeiten erspielten sich die anfangs glänzend aufgelegten Gastgeber in den ersten 23 Minuten. Alexander Lyng und Mads Agger hätten alles klarmachen können, doch nur Mads Agger traf ins Schwarze und verfehlte kurz darauf das leere Tor.

Sønderjyske-Trainer Thomas Nørgaard hatte mit seiner 4-2-3-1-Formation mit vier ultraoffensiven Spielern und vielen Steilpässen den Gegner vor Herausforderungen gestellt, die er zunächst nicht lösen konnte, doch als die Gastgeber die Initiative abgaben, zeigten sie ein völlig anderes Gesicht.

Alexander Lyng vergab in der Anfangsphase zwei dicke Chancen.

AaB war in der ersten Halbzeit völlig weg vom Fenster, übernahm aber immer mehr das Kommando und war zeitweise drückend überlegen. Das zweite AaB-Tor lag lange in der Luft, Pfosten und Querlatte retteten für Sønderjyske, bevor der Treffer dann auf der anderen Seite fiel.

Der eingewechselte Ivan Djantou war nur wenige Sekunden auf dem Feld, als er Sønderjyske wieder in Richtung Nicht-Abstiegs-Feier in der lokalen Disco schickte, doch Mathias Jørgensen hauchte den Überlebenschancen von AaB neues Leben ein.

Der endgültige Klassenerhalt von Sønderjyske ist mindestens um knapp eine Woche verschoben worden. Es ist aber schwer vorstellbar, dass es noch schiefgehen kann.

Mads Agger erzielte die 1:0-Führung, hätte diese aber zweimal ausbauen müssen.

Sønderjyske ist seit fünf Spielen ungeschlagen und sieht wie eine Mannschaft aus, die auch in der kommenden Saison Superliga spielt.

Sønderjyske - AaB (1:0) 2:2

1:0 Mads Agger (9.), 1:1 Melker Widell (49.), 2:1 Ivan Djantou (81.), 2:2 Mathias Jørgensen (87.)

Sønderjyske: Marcus Bundgaard – Tobias Klysner, Maxime Soulas, Daniel Gretarsson, Marc Dal Hende – Andreas Oggesen, Tobias Sommer – Mads Agger (62.: Lukas Björklund), Alexander Lyng (80.: Ivan Djantou), Olti Hyseni (80.: Matti Olsen) – Lirim Qamili (90.+4: Anders Bergholt).

AaB: Vincent Müller – Andreas Bruus (71.: Andres Jasson), Kasper Jørgensen, Lars Kramer, Bjarne Pudel (87.: Kelvin John), Mylian Jimenez (71.: Marc Nielsen) – Mads Bomholt, Kasper Davidsen, Melker Widell (87.: Isak Hansen-Aarøen) – Mathias Jørgensen, Nicklas Helenius (65.: Oliver Ross).

Gelbe Karten: Mads Bomholt, Marc Nielsen.

Schiedsrichter: Aydin Uslu. VAR-Schiedsrichter: Morten Krogh.

Zuschauer: 5.487.