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Lirim Qamili meldet sich nach kleinem Formtief wieder zurück

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Lirim Qamili hat wieder Grund zur Freude.

Der 26-Jährige war in der ersten Saisonhälfte der herausragende Sønderjyske-Kicker und musste sich erst daran gewöhnen, mit dem Hype umzugehen. Nach einem holprigen Start ins neue Jahr ist er mit drei Toren aus zwei Spielen wieder aufgetaucht.

Lirim Qamili war in den ersten Wochen und Monaten des neuen Jahres kaum wiederzuerkennen und weit von dem hohen Niveau entfernt, das ihn nach der ersten Saisonhälfte zu einem begehrten Mann gemacht hatte.

„Im Leben eines Fußballers gibt es Hochs und Tiefs. Ich konnte nicht die Kontinuität in mein Spiel bringen, wie es mir im Herbst gelungen ist, wurde aber auch durch eine Hüftverletzung zurückgeworfen. Wir haben nach der Saisonvorbereitung, über die wir viel gesprochen haben, auch einige Zeit benötigt, uns als Mannschaft wieder zu finden, und wenn die Mannschaft funktioniert, läuft es auch individuell besser. Und wir haben uns als Mannschaft steigern können“, sagt Lirim Qamili zum „Nordschleswiger“.

Wechsel war kaum eine Möglichkeit

Der Sønderjyske-Stürmer, der Anfang September von Hvidovre IF kam, rückte mit sieben Toren in den Vordergrund und musste sich erst an den Hype gewöhnen.

„Plötzlich konnte ich lesen, dass ich zu dem einen oder anderen Klub geschickt werde, oder wie groß mein Preisschild jetzt ist. Das war auf jeden Fall anders als gewohnt, aber ich denke nicht, dass es daran gelegen hat, dass es sportlich nicht lief. Es war eher ein natürliches Auf und Ab in einem Fußballerleben. Für mich war es kein großes Thema, da ich im Winter ohnehin nur zu einer begrenzten Zahl von Klubs hätte wechseln können“, so der 26-Jährige.

Er hat in der laufenden Saison bereits für zwei Vereine gespielt, und die Regeln verbieten, dass im Laufe einer Saison eine dritte Station hinzukommt, zumindest in den meisten Ländern. Ausnahmen sind u.a. die übrigen skandinavischen Länder und die USA. Im Sommertransferfenster ist die Situation wieder eine andere.

Lirim Qamili traf in Aalborg gleich zweimal.

„Wir sind von Anfang an miteinander ehrlich umgegangen und werden sicherlich eine Lösung finden, wenn eine Situation entstehen sollte, wo ein Wechsel für den Klub und für mich Sinn ergeben würde, aber ich möchte unterstreichen, dass es mir hier sehr gut gefällt“, sagt Lirim Qamili.

Knoten geplatzt

Beim Außenstürmer platzte der Knoten, als er beim 2:0-Sieg in Lyngby den Endstand herstellte. Und beim 3:2-Erfolg in Aalborg legte er zwei Tore nach.

„Als Offensivspieler wird man an Toren gemessen. Selbstverständlich ist es wichtig, dass ich in alte Gewohnheiten zurückfinde“, meint der Torjäger, der sich beim Elfmeter in der Schlussphase den Ball schnappte, obwohl er Sekunden zuvor von Lyngby-Torhüter Jannick Storch umgenietet worden und benommen auf dem Rasen liegen geblieben war.

„Erst war ich ein wenig benommen, aber als ich sah, dass es einen Strafstoß gab, war ich schnell wieder frisch. Ich habe mich bereit gefühlt, sonst hätte ich den Elfmeter auch nicht ausgeführt, denn die Bedeutung des Spiels war groß. Es war mir wichtig, dass ich zeigen konnte, dass ich wieder zurück bin. Deswegen habe ich die Verantwortung übernommen“, so Lirim Qamili.

Lirim Qamili kam im Sommer 2024 von Hvidovre IF zu Sønderjyske.

Der Torjäger Nummer eins von Sønderjyske hat nach drei Toren in zwei Spielen mittlerweile elf Saisontreffer zu Buche stehen.

Starke Mentalität

„Momentum bedeutet viel im Fußball. Mit einem Torerfolg im Rucksack hat man das Gefühl, dass der nächste ganz natürlich kommt“, sagt der nordmazedonische Nationalspieler, der dieses Momentum mit ins Heimspiel am Sonntag ab 14 Uhr gegen Viborg FF nehmen will.

„Die Saison ist sehr wechselhaft verlaufen. Zuletzt waren wir auf einen Abstiegsplatz abgerutscht, jetzt haben wir uns wieder weit davon entfernt. Wir haben eine super Mentalität bewiesen und mit drei Siegen innerhalb von einer Woche gezeigt, wie sehr wir uns nach vorn bewegt haben“, meint Lirim Qamili.