Handball

Pytlick fühlt sich von der SG Flensburg-Handewitt im Stich gelassen

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Simon Pytlick steht noch bis 2027 bei der SG Flensburg-Handewitt unter Vertrag, hat aber bereits bei den Füchsen Berlin unterschrieben.

Der 25-jährige Däne vermisst die Rückendeckung seines Arbeitgebers. SG-Geschäftsführer Holger Glandorf will nach der EM das Gespräch suchen.

Es schlug hohe Wellen, als Simon Pytlick die Ausstiegsklausel in seinem Vertrag zog und seinen Wechsel im Sommer 2027 zum deutschen Handballmeister Füchse Berlin bekannt gab. 

Der 25-Jährige von der SG Flensburg-Handewitt hat nun in einem Interview mit „B.T.“ deutlich zum Ausdruck gebracht, dass er von seinem aktuellen Arbeitgeber nicht die Rückendeckung erhielt, die er sich gewünscht hätte. 

„Ich finde, es hätte der Führung gut zu Gesicht gestanden, mich in dieser Situation etwas mehr zu unterstützen und etwas unterstützender in Bezug darauf zu sein, wie es mir erging. Aber so war es nicht. Das musste ich selbst bewältigen", so Simon Pytlick.

Unverständnis für Banner der SG-Fans

Seine Mitspieler hätten ihn stets unterstützt, betont Pytlick. Der Verein hätte ihn aber besser beschützen sollen. 

Glandorf sieht keinen Grund zum Eingreifen

„Meine Teamkollegen waren unglaublich gut darin, mich zu fragen, wie es mir geht. Aber diese Dinge außerhalb des Feldes musste ich selbst regeln, weil es vom Verein keinen Schutz für mich als Handballspieler gab – auch nicht in Bezug auf die Fans", meint der 25-Jährige.

Auf Nachfrage von „B.T.“ erklärte Geschäftsführer Holger Glandorf: „Wir haben Simons Kritik zur Kenntnis genommen, und sobald er nach der EM zurück ist, werden wir ein Gespräch mit ihm führen. Wir wünschen ihm viel Erfolg für das kommende Turnier.“

„Wenn ein Spieler persönlich angegriffen wird, werden wir ihn schützen. In diesem Fall mit dem Banner ,Niemand ist größer als der Verein' mussten wir nicht eingreifen, da das Zitat ein übergeordnetes Prinzip unseres Vereins ist und ein Einzelfall war", meint Glandorf zum Banner der Fans.