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Entwicklungshilfe und Klimaschutz: Weltenbummlerin erzählt in Jündewatt

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Marianne Jacobsen ist als Geografin viel herumgekommen. In Jündewatt erzählt sie über ihre vielen Projekte in fernen Ländern.

Auf einen Vortragsabend mit Geografin Marianne Jacobsen Toftgaard aus dem Raum Kopenhagen können sich Zuhörende im Deutschen Haus Jündewatt freuen. Die Referentin mit Wurzeln in der Minderheit hat viele Jahre mit Entwicklungsprojekten in aller Welt zu tun gehabt.

Sie ist viel und weit herumgekommen und kehrt für einen Vortrag am Donnerstag, 23. Oktober, nach Nordschleswig zurück: Marianne Jacobsen Toftgaard, die bei Roskilde wohnt, erzählt im Deutschen Haus Jündewatt über ihre beruflichen Missionen im Bereich Klimaschutz und Entwicklungshilfe.

Die Geografin hat einen Bezug zur Minderheit. Sie ist in Rothenkrug (Rødekro) aufgewachsen, machte ihr Abitur am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig und ist die Tochter von Walter und Heike Jacobsen, die mittlerweile in Tingleff wohnen. Heike Jacobsen ist vielen als Kunstschaffende bekannt. 

Über die Eltern Kontakt geknüpft

„Ich kenne Heike und Walter und habe erfahren, was ihre Tochter alles so gemacht hat und immer noch macht. Das klang sehr spannend“, erzählt Hella Hartung, Vorsitzende des Deutschen Hauses.

„Ich habe Marianne dann kontaktiert und gefragt, ob sie bei uns einen Vortrag über ihre vielen Missionen geben würde. Sie hat zugesagt, und das freut uns sehr“, so Hartung. Den Vortragsabend veranstaltet der Trägerverein zusammen mit dem BDN-Ortsverein Renz-Jündewatt (Rens-Jyndevad).

„Kühe, Kühlketten und Kompost“ lautet der Vortragstitel der Geografin, die sich zwei Jahrzehnte lang in aller Welt mit Klimaschutz und Ökoprojekten beschäftigt hat. Sie hat in Genf und in Uganda gelebt und arbeitet zurzeit freiberuflich für das dänische Außenministerium. 

„Ich wollte beruflich etwas machen, das mit Menschen, Kultur und Natur zu tun hat. Damit befassen sich Geografen, also habe ich dieses Studium gewählt", so Marianne Jacobsen Toftgaard am Telefon zum „Nordschleswiger“. 

Nach dem Studium in Kopenhagen war ihre erste Auslandsstation Genf. „Durch Zufall bin ich an ein Praktikum gekommen und habe für die WTO (Welthandelsorganisation, red. Anm.) gearbeitet. Ich habe mich bei internationalen Projekten mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz befasst", erzählt die 51-Jährige.  

Es folgten vier Jahre in Uganda, wo sie für die dänische Entwicklungshilfe Projekte begleitete. „Auch in Kenia war ich tätig“, ergänzt Marianne Jacobsen Toftgaard. 

Ihren Vortrag im Deutschen Haus werde sie natürlich wieder mit einem Besuch bei ihren Eltern in Tingleff verbinden, wie sie sagt.

Anmeldung bis 21. Oktober möglich

Foto mit Marianne Jacobsen von einer ihrer Missionen im Ausland.

Beim Vortrag in Jündewatt wird Marianne Jacobsen Toftgaard unter anderem von Projekten erzählen, die von der dänischen Entwicklungshilfe (DANIDA) finanziert werden. Auch auf Projekte in Bangladesch und Kenia, bei denen dänische Unternehmen beteiligt sind, wird die Geografin eingehen.

Die Teilnahme einschließlich Kaffee und Kuchen kostet 100 Kronen. Aus Planungsgründen wird bis zum 21. Oktober um Anmeldung gebeten bei Hella Hartung (Tel. 61 69 95 15).