Leserbrief

„Die SP spricht nicht für alle Deutschen“

Veröffentlicht Geändert
Die nächste Kommunalwahl findet am 18. November statt.

Niels Benjamin Sørensen von den Dänemarkdemokraten schreibt in seinem Leserbrief, dass die SP nicht alle Deutschen in Dänemark vertrete und besonders bei Integrationsthemen zu weit links stehe. Er ruft bürgerliche Wählende der Minderheit auf, bei der Kommunalwahl am 18. November lieber eine bürgerliche Partei zu wählen.

Die Mitglieder der deutschen Minderheit in Dänemark sind genau so verschieden wie Menschen sonst. Deshalb ist es nicht logisch zu glauben, dass eine einzige Partei sie alle vertreten kann. Vielleicht ist die Zeit vorbei, in der die SP als gemeinsame Minderheitenpartei galt?

Die Partei nennt sich selbst „unabhängig und pragmatisch – ohne politische Richtung oder Ideologie“. Aber wir von den Dänemarkdemokraten sehen sie als sehr links – besonders bei Themen wie Integration. Das sollten bürgerliche Deutsche bedenken, bevor sie am 18. November zur Kommunalwahl gehen.

Im Juli schlug die SP muslimische Gebetsräume an Schulen in Sonderburg vor. Viele aus der deutschen Minderheit waren wahrscheinlich nicht einverstanden. Ein Blick nach Deutschland zeigt, wie schwierig es werden kann, wenn man religiösen Sonderwünschen nachgibt.

Die Partei wirkt nur dann wie eine Partei der Mitte, wenn es um ihren Zick-Zack-Kurs geht. Im Mai war sie gegen kostenlose Parkplätze in Sonderburg – im September plötzlich dafür. Hoffentlich wird sie in Zukunft besser darin, auch bürgerliche Wähler zu berücksichtigen. Denn auch innerhalb der deutschen Minderheit gibt es solche.

Bis dahin könnten bürgerliche Deutsche überlegen, ob sie nicht lieber eine bürgerliche Partei wählen sollten. 

Bei den Danmarksdemokraterne treten wir mit bürgerlicher Politik zur Wahl an. Wir wollen unsere schöne Natur vor großen Solarfeldern schützen und gleichzeitig die Werte bewahren, die Nordschleswig zusammenhalten.

Niels Benjamin Sørensen, Stadtratskandidat für die Dänemarkdemokraten in Sonderburg

Die in diesem Leserbeitrag vorgebrachten Inhalte wurden nicht von der Redaktion auf ihre Richtigkeit überprüft. Sie spiegeln die Meinung der Autorin oder des Autors wider und repräsentieren nicht die Haltung des „Nordschleswigers“.