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Statement-Sieg von Sønderjyske im Abstiegskampf

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Tobias Sommer freut sich über das Tor des Tages.

Die Abstiegsfrage wird in den Kellerduellen entschieden, und hier sahen die Sønderjyske-Fußballer stets besser aus als Vejle und Lyngby. Das Heimspiel gegen Schlusslicht Vejle war keine Ausnahme. Die Hellblauen machten aber zu wenig aus der Überlegenheit in der ersten Halbzeit und mussten noch zittern.

Groß war der Jubel, aber auch die Erleichterung, als Schiedsrichter Lasse Læbel Graagaard nach fast acht Minuten Nachspielzeit das Kellerduell der Superliga zwischen Sønderjyske und Vejle abpfiff.

Die Sønderjyske-Fußballer hätten bei einer Niederlage auf einen Abstiegsplatz abrutschen können, haben aber nach dem 1:0-Heimsieg vier bzw. sechs Punkte Vorsprung auf Lyngby und Vejle auf den Abstiegsplätzen.

Der Befreiungsschlag im Abstiegskampf war nicht nur in der Tabelle wichtig, sondern verstärkte das Gefühl, das es in allen Duellen der laufenden Saison gegen die Gegner auf den Abstiegsplätzen gab. Die Sønderjyske-Fußballer sahen in diesen Duellen stets besser aus als Lyngby und Vejle.

Maxime Soulas klärt bei einer der wenigen Torchancen von Vejle.

Das Heimspiel vor beachtlichen 6.780 Zuschauerinnen und Zuschauern im Sydbank Park gegen Vejle war keine Ausnahme. Die Hellblauen waren über 90 Minuten gesehen die bessere Mannschaft, machten aber zu wenig aus der Überlegenheit in der ersten Halbzeit und mussten noch zittern.

Vejle war in der zweiten Halbzeit viel am Ball, aber selten gefährlich. Nur ein Torschuss wurde bei den Gästen registriert. Sønderjyske konnte relativ sicher den Vorsprung über die Zeit bringen. Das ist auch eine Qualität, die im Abstiegskampf von großer Bedeutung ist.

In mehreren Belangen also ein Statement-Sieg der Sønderjyske-Fußballer, die einen optimalen Start in die Woche der Wahrheit hinlegten.

Die Zweikämpfe gingen fast immer an Sønderjyske.

Und können die Hellblauen die Leistung der ersten Halbzeit auch einmal über 90 Minuten bringen, wird der Optimismus im Abstiegskampf weiter steigen.

Die erste halbe Stunde war mit das Beste, was die Hellblauen in der laufenden Saison gezeigt haben. Sønderjyske gewann fast alle Zweikämpfe und spielte mutig, machte aber zu wenig an der klaren Überlegenheit. Die Gastgeber hätten 2:0 oder 3:0 führen müssen, mussten sich aber mit dem Treffer begnügen, den Tobias Sommer Mitte der ersten Halbzeit geköpft hatte.

Der 23-Jährige aus Starup war der überragende Mann auf dem Platz und hielt die Fäden im neu formierten Mittelfeld zusammen. Ohne den angeschlagenen Rasmus Vinderslev und ohne den gesperrten Lukas Björklund fehlten plötzlich zwei Stammspieler im Mittelfeld. Das „Mädchen für alles“, Andreas Oggesen, bekam wieder eine neue Rolle und rückte ins defensive Mittelfeld.

Das sah 45 Minuten lang hervorragend aus, wie Sommer, Oggesen und Emini das Mittelfeld dominierten, doch Vejle bekam nach der Pause immer mehr die Oberhand.

Marcus Bundgaard musste nur selten eingreifen und hielt überzeugend seinen Kasten sauber.

Die Defensive hielt aber stand. Erst zum zweiten Mal in der laufenden Saison spielte Sønderjyske zu null. Das erste Mal war Anfang Dezember beim 2:0-Sieg in Lyngby. Können die Hellblauen dies am Gründonnerstag in Lyngby wiederholen, ist ein weiterer großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht.

Sønderjyske hat sich mit dem Befreiungsschlag gegen Vejle in eine gute Position gebracht und wird auch in den nächsten Kellerduellen auf Sieg spielen, muss aber nicht mehr alles riskieren und kann auch gut mit Punkteteilungen leben.

Sønderjyske - Vejle Boldklub (1:0) 1:0

1:0 Tobias Sommer (25.)

Sønderjyske: Marcus Bundgaard – Tobias Klysner (83.: Ivan Djantou), Maxime Soulas, Daniel Gretarsson, Marc Dal Hende – Sefer Emini (72.: Ebube Duru), Andreas Oggesen, Tobias Sommer – Mads Agger (83.: Anders Bergholt), Alexander Lyng (62.: Kristall Mani Ingason), Olti Hyseni (62.: Lirim Qamili).

Vejle: Igor Vekic – Lasse Flø, Stefan Velkov, Damian van Bruggen, David Colina – Thomas Gundelund, Lundrim Hetemi, Tobias Lauritsen (62.: Hamza Barry) – Christian Gammelgaard (83.: Mussa Juwara), German Onugkha, Dimitrios Emmanoulidis.

Gelbe Karten: Lirim Qamili – German Onugkha, Damian van Bruggen.

Schiedsrichter: Lasse Læbel Graagaard. VAR-Schiedsrichter: Aydin Uslu.

Zuschauende: 6.780.