Malteser-Krankenhaus

Königin Silvia von Schweden besucht Demenz-Station „Silvia“ in Flensburg

Königin Silvia hat das Malteser-Krankenhaus Flensburg besucht.

Ein strahlendes Lächeln, schwedische Flaggen und emotionale Worte: Königin Silvia von Schweden besuchte heute die vor elf Jahren eröffnete und nach ihr benannte Demenzstation im Krankenhaus der Malteser.

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Zusammenfassung

  • Königin Silvia von Schweden besuchte die Demenzstation „Silvia“ im Malteser-Krankenhaus St. Franziskus-Hospital in Flensburg.
  • Der Anlass war das zehnjährige Bestehen der nach dem Silviahemmet-Konzept arbeitenden Spezialstation für Menschen mit Demenz.
  • In Reden und musikalischen Beiträgen wurde das Engagement für würdige, empathische Demenzversorgung und die jährliche Behandlung von rund 250 Patienten gewürdigt.

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„Endlich bin ich in Flensburg!“ Mit diesen herzlichen Worten und einem gewinnenden Lächeln trat Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden heute vor die geladenen Gäste im Malteser-Krankenhaus St. Franziskus-Hospital.

Es war ein Besuch, auf den die Stadt und vor allem die Mitarbeitenden der „Station Silvia“ lange hingefiebert hatten und der tagelange Vorbereitungen erforderlich gemacht hatte. Schon bei der Ankunft der Monarchin an der Waldstraße bot sich ein royales Bild: Obwohl es sich nicht um eine öffentliche Veranstaltung handelte, schwenkten einige Zaungäste schwedische Flaggen, um die Königin im hohen Norden willkommen zu heißen.

Auch Mitarbeitende der Stationen versammelten sich an Fenstern und Balkonen, um mit den blau-gelben Flaggen und euphorischem Winken die Monarchin willkommen zu heißen.

Monarchin erklärt Demenz zu „Herzensangelegenheit“

Anlass der Reise war das zehnjährige Bestehen (beziehungsweise elf Jahre seit Eröffnung 2015) der Spezialstation für Menschen mit Demenz. Die Station arbeitet nach dem von der Königin initiierten „Silviahemmet“-Konzept, das international bekannt ist. In ihrer Rede betonte die Königin, dass es ihr ein „Herzensanliegen“ sei, Menschen mit Demenz stärker in das Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken. „Wir verstehen als Gesellschaft immer besser, welchen Herausforderungen diese Menschen im Alltag begegnen – aber auch, wozu sie noch in der Lage sind“, so die Monarchin.

Kindergartenkinder singen im Geriatrie-Foyer

Besonders rührend wurde es, als die Kinder der Malteser-Kita St. Marien ihren großen Auftritt hatten. Mit Liedern wie „Hey, Hello, Bonjour“ und „Wir sind die Kleinen in der Gemeinde“ sangen sie sich direkt in das Herz der Königin, die sichtlich gerührt Beifall spendete.

Geschäftsführerin Kerstin Ganskopf und Oberbürgermeister Dr. Fabian Geyer würdigten in ihren Grußworten nicht nur das fachliche Engagement des Hauses, sondern auch die besondere Haltung: „Menschen in ihrer Einzigartigkeit anzunehmen, so wie sie sind – mit Respekt und Empathie“, fasste Ganskopf das Konzept der Station zusammen.

Station „Silvia“ behandelt 250 Patienten im Jahr

Maximilian Graf von Drechsel, Vorsitzender des Hospitalausschusses, erinnerte daran, dass das St. Franziskus-Hospital das älteste Werk der Malteser in Deutschland ist. Er dankte der Königin für den „Anstoß zu einer Zeit, als Demenz noch nicht im Mittelpunkt der Fürsorge stand“. Auch Dr. med. Klaus Weil, Chefarzt der Geriatrie, hob die Bedeutung der Station hervor, die jährlich rund 250 Patienten einen geschützten Raum für Ruhe und Würde bietet.

Als Erinnerung an den seltenen Besuch enthüllte Königin Silvia mit der Malteser-Geschäftsführerin Kerstin Ganskopf eine Gedenktafel für die Demenzstation, die auch mit in das neue Krankenhaus am Peelwatt umziehen wird, das 2030 eröffnet werden soll.