Deutsche Minderheit

„Wir machen Witze über unsere Chefs“ – „Heimatmuseum“ in den letzten Vorbereitungen

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Das „Heimatmuseum“ beim Deutschen Tag.

Mit der Sankelmark-Tagung steht auch wieder Premierenzeit für das Kabarett „Heimatmuseum“ an. Wie der aktuelle Stand ist, erzählt die Regisseurin der Gruppe, Hannah Dobiaschowski.

„Es ist das beste Programm der vergangenen Jahre“, meint die Regisseurin des Kabaretts „Heimatmuseum“ Hannah Dobiaschowski. Die Gruppe steckt in den finalen Zügen der Vorbereitung auf ihr neues Programm. 

Die vergangenen beiden Jahre in der Minderheit boten viel Anlass für Beiträge im Programm. „Wir hatten teilweise schon fertige Texte, mussten aber wegen aktuellerer Themen auch einiges wieder streichen“, erzählt Dobiaschowski. Alle zwei Jahre präsentiert die Gruppe ein neues Programm. Mit kritischem Blick und viel Sinn für Humor, bekommen zentrale Akteure in der deutschen Minderheit ihr Fett weg. 

Satire auf dem schmalen Grat der Minderheit

Henriette Tvede Andersen als „Midde“ und Helmuth Petersen als „Fidde“

Besonders aufpassen müssen sie, dass keine internen Vorkommnisse in ihre Satire einfließen. „Wir bauen nie Dinge ein, die nicht öffentlich sind“, sagt die Regisseurin. Für das Ensemble ist es immer ein Drahtseilakt, was sie sagen können und was nicht. Da die Akteure selbst Teil der Minderheit sind, bedeutet das gleichzeitig auch, dass sie teilweise selbst in die Geschehnisse involviert sind. „Wir machen im Prinzip Witze über unsere Chefs“, sagt Dobiaschowski mit einem Lachen. 

Das „Heimatmuseum“ zeigte bereits einen kleinen Vorgeschmack beim Deutschen Tag in Tingleff. Figur Midde zog hier für die Schleswigsche Partei in den Wahlkampf anlässlich der, zu dem Zeitpunkt bevorstehenden, Kommunalwahl. Teile des Ausschnitts werden auch im Januar-Programm wieder auftauchen.

Neue Gesichter im „Heimatmuseum“

Das „Heimatmuseum“ arbeitet bei seinem neuen Programm anders als gewohnt. Die langjährigen Mitglieder Helmut Fahl und Hauke Wattenberg haben die Gruppe verlassen. Ein direkter Ersatz sei nicht erfolgt, erzählt Dobiaschowski. „Wir haben dadurch viel mehr als Team gearbeitet“, berichtet sie.

Lucas Søndergaard verstärkt das übrig gebliebene Quartett als musikalische Unterstützung lediglich für das kommende Jahr. Sara Eskildsen dient als helfende Hand bei den Texten. Langfristig suchen die Darstellerinnen und Darsteller jedoch einen festen Neuzugang auch auf der Bühne.

Sankelmark – Ein Kommen und Gähnen

Die Termine des „Heimatmuseums“ 2026

Genaue Inhalte bleiben bis zur Premiere strengstens geheim. Unter dem Motto „Sankelmark – Ein Kommen und Gähnen“ bietet die alljährliche Neujahrstagung den Rahmen des kommenden Programms.

Passend dafür ist die Premiere, wie üblich, am 10. Januar bei besagter Tagung. Weitere Aufführungen des Kabaretts folgen am 14. Januar in Tondern, am 21. Januar in Apenrade und am 30. Januar in Sonderburg.