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Von Croissants bis Cocktails – Hannahs Food-Tipps für Kopenhagen

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Die gebürtige Nordschleswigerin lebt seit acht Jahren in Kopenhagen und kennt sich mittlerweile bestens aus.

Wo gibt es den besten Kuchen oder die beste Pasta? In welcher Bar gibt es die besten Drinks nach einem ausgiebigen Abendessen? Die Nordschleswigerin Hannah Ritter verrät ihre kulinarischen Geheimtipps aus Kopenhagen.

Das Setting, um sich über Lieblingsorte in Kopenhagen zu unterhalten, wirkt etwas ungewöhnlich. Würde man nicht genauer hinsehen, wirkt es wie ein normaler Park, aber eigentlich ist es ein Friedhof. Unweit von H.C. Andersens Grab erzählt Hannah Ritter also von ihren mehr oder weniger Geheimtipps der dänischen Hauptstadt.

„Auf meiner Liste sind eigentlich nur Orte, wo man essen gehen kann. Ich liebe Essen.“

Die gebürtige Nordschleswigerin lebt seit acht Jahren in Kopenhagen und hatte in den Jahren viel Zeit, um sich durch die Stadt zu probieren. Passend dazu steht ein Schoko-Croissant neben ihr, das sie vorher im ersten Ort auf ihrer Liste gekauft hat.

„Andersen & Maillard“, Nørrebrogade

Neben den gefüllten Schoko-Croissants gibt es auch noch andere Gebäckstücke bei „Andersen & Maillard".

Es gibt insgesamt drei Bäckereien von „Andersen & Maillard“ in Kopenhagen, aber die auf der Nørrebrogade ist Hannah Ritters Favorit. „Hier ist es nicht so voll wie bei den anderen, außer es ist Freitagnachmittag“, erzählt die 27-Jährige lachend. Sie empfiehlt vor allem das bereits erwähnte Schoko-Croissant. Besonders ist hier, dass das Blätterteiggebäck mit einer zusätzlichen Creme aus Schokolade gefüllt ist.

Bei vielen Bäckereien in Kopenhagen heißt es oft: Schlange stehen. Aber die Studentin meint trotzdem: „Eigentlich könnte man auch eine komplette Bäckerei-Tour durch Kopenhagen machen.“

Ihren Kaffee oder ihr Gebäck nimmt Hannah Ritter dann am liebsten mit in den Assistens Kirkegård. Es sei ganz normal, den Friedhof auch als Park zu nutzen, meint sie.

„Panza“

„Ich glaube, das ist ein richtiger Geheimtipp! Ich habe noch nie von anderen darüber etwas gehört“, schwärmt Hannah Ritter. Ein kleines italienisches Restaurant mit selbst gemachter Pasta und moderaten Preisen hat schnell das Herz der gebürtigen Nordschleswigerin erobert. „Das Tiramisu ist das Beste, was ich jemals in meinem Leben gegessen habe.“

Durch Zufall ist sie auf ihren persönlichen Geheimtipp gestoßen. Nach einer erfolglosen Platzsuche in verschiedenen Restaurants hat sie einfach auf Maps nach einem Ort, der gut aussieht, geschaut und dann das „Panza“ entdeckt.

„Levi“

Das „Panza“ befindet sich auf Østerbro.

Wer einmal in den Genuss von asiatisch-italienischer Fusion-Kitchen kommen möchte, ist bei „Levi“ an der richtigen Adresse. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, bekommt vielleicht bei Hannah Ritters Beispiel Appetit: Arancini, also eine frittierte Risottokugel, zusammen mit Wagyu-Beef und darauf ein wenig Wasabi. „Das ist, glaube ich, der beste Biss, den ich kenne“, sagt Ritter, „aber auch ein sehr teurer Biss.“ Wer bei „Levi“ essen geht, muss etwas tiefer in die Tasche greifen, aber es lohne sich, meint die 27-Jährige.

Ein weiterer Tipp von der Nordschleswigerin ist, sich als Gruppe mehrere Vorspeisen zu teilen, um möglichst viel zu probieren.

„20a“

„20a“ ist ein Restaurant für alle, die sich bei langen Speisekarten immer nicht entscheiden können. Auf der Karte stehen lediglich je drei Vorspeisen, Hauptgänge und Desserts, die regelmäßig wechseln. Es kann aber auch sein, dass vor Ort, etwas ganz anderes angeboten wird. „Sie machen einfach das, worauf sie gerade Bock haben“, berichtet die Studentin. „Ich war noch nie da und dachte: ‚Das ist nicht gut‘.“

Bei „20a“ können sich Gäste auf französische Küche zu moderaten Preisen freuen.

„Ruby“

Wer bei „20a“ essen geht, weiß nie so genau, was einen letztendlich erwartet.

Wer sich erst durch die Hauptstadt gegessen hat und dann den Tag noch in einer Bar abrunden möchte, geht am besten zu „Ruby“. Cocktails mit verschiedenen außergewöhnlichen Geschmacksmischungen stehen hier auf der Tagesordnung. So gibt es Getränke mit Buttermilch-Tee und Wodka oder Likörwein mit brauner Butter. Die etwas andere Cocktail-Erfahrung hat allerdings auch ihren Preis. Hannah Ritter ordnet die Bar so ein: „Hier würde ich mit meinen Eltern hingehen, wenn ich vorher bei „Levi“ essen war.“

Das Croissant ist mittlerweile aufgegessen, aber nach all den Tipps bekommt man glatt wieder Hunger. Die Studentin erzählt abschließend, dass sie auch nach acht Jahren noch neue Orte in Kopenhagen entdeckt. Vielleicht findet man auch selbst noch einen Geheimtipp der Stadt und entdeckt ein Restaurant oder eine Bar, die selbst Hannah Ritter bisher nicht kennt.