Deutsche Minderheit

Tingleffs Kindergartenleiterin: Nach schwierigem Neubeginn in die Spur gekommen

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Mette Muurholm hat Anfang des Jahres die Leitung des Tingleffer Kindergartens übernommen.

Mette Muurholm ist als neue Leiterin des Tingleffer Kindergartens mit dem aktuellen Betrieb zufrieden. Nach einer turbulenten Krisenzeit war der Einstieg allerdings hart, und der Optimierungsprozess ist noch nicht beendet. Eine Einschätzung der neuen Leiterin.

„Ich finde, es ist hier eine gute Arbeitsstelle und wir haben zu einem guten Alltag gefunden“, sagt Mette Muurholm, neue Leiterin des Deutschen Kindergartens Tingleff. Anfang des Jahres übernahm sie ihr Amt nach einer wirren Zeit, in der vieles schieflief und in der sich bei Elternschaft und Personal großer Frust aufbaute. Mit Folgen. So manche Eltern nahmen ihre Kinder heraus.

Mette Muurholm hatte die schwierige Aufgabe, das Ruder herumzureißen und für geordnete Verhältnisse zu sorgen. Sie finde, das sei in Zusammenarbeit mit der Belegschaft, der Elternschaft und einer externen Beraterin ganz gut gelungen.

Nicht von heute auf morgen alles wieder gut

„Am Anfang war es aber hart. Die Stimmung war schlecht und die Mitarbeitenden wirkten müde. Mir war klar, dass die Probleme nicht mit ein, zwei wichtigen Entscheidungen gelöst werden können, sondern dass es einen Prozess braucht. Ich finde, dieser Prozess ist gut in Gang gesetzt worden“, so das Zwischenfazit von Muurholm.

Nach ihrem Amtsantritt habe sie Wert auf Präsenz im Kindergarten und auf Ansprechbarkeit gelegt. Und auf eine enge Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen. „Ich habe gleich das Potenzial und die Kompetenz der Mitarbeitenden gesehen, und ich finde, wir sind eine gute Einheit geworden mit einem festen Stamm aus fünf Mitarbeitenden und mir“, so Mette Muurholm.

Zusammenrücken

Zur Bildung einer neuen Einheit hatte die räumliche Änderung beigetragen, die sich durch die gesunkene Kinderzahl ergeben hat. Alle Kindergarten- und Krippenkinder sind im alten Gebäude untergekommen.

Das angrenzende Pinguinhaus, das für die Krippenkinder genutzt wurde, steht erst einmal nur den kommenden Vorschulkindern zur Verfügung. Im Kindergarten werden laut Muurholm aktuell 14 Kindergarten- und zehn Krippenkinder betreut.

Blickt optimistisch nach vorn und hofft auf eine steigende Kinderzahl: Mette Muurholm.

„Es hat einen positiven Effekt, dass Kinder und Personal unter einem Dach sind. Es gibt einen engen Austausch und es stärkt die Zusammenarbeit. Wir sind ein Team“ sagt die neue Leiterin.

Mitteilen und kommunizieren

Wichtig für den Betrieb sei eine klare Kommunikation intern und nach außen. Auch hier sei der Hebel angesetzt worden. 

„Es kommen Monatsbriefe heraus mit Informationen zum Betrieb und wichtigen Hinweisen, und wir sprechen uns intern viel ab. Die Mitarbeiter schicken den Eltern zudem Bilder und Details von besonderen Aktionen des Alltags. Das hält die Eltern auf dem Laufenden und holt sie an uns heran. Die Mitarbeiter wiederum merken dabei, was sie alles mit den Kindern unternehmen. Das ist ja eine schöne Motivation“, sieht Muurholm positive Ansätze im Umgang miteinander. „Wir sind jederzeit ansprechbar.“

„Wichtig ist uns auch der Kontakt zur Schule und  zur Schulfreizeitordnung. Wir setzen auf eine enge Zusammenarbeit. Es ist doch toll, dass die Schule gleich gegenüber liegt“, so die neue Leiterin.