Deutsche Minderheit

Fitness, Tischtennis, Selbstbehauptung: Viel los beim Sporttag in Rapstedt

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Zum Programm des Aktionstages an der Rapstedter Schule gehörte unter anderem Tischtennis. Maria versucht sich gerade an einer Rückhand.

Koordination, mentale Stärke, Ballgefühl und Ausdauer: Beim „motionsdag“ der Deutschen Schule Rapstedt wurde den Schulkindern einiges abverlangt. Adrian und Mina fanden das Programm cool.

Grundschülerin Maria war im Umgang mit dem Tischtennisschläger schon sehr geschickt. Unter Anleitung von Melina Krenz vom Deutschen Jugendverband für Nordschleswig brachte Maria so manchen Ball über das Netz. Das Lob der Expertin blieb nicht lange aus. Anleitung und Tipps gab es auch von Jugendverbandsmitarbeiterin Friederike „Lulu“ Kuhrt.

Tischtennis war an der Deutschen Schule Rapstedt kürzlich eine von drei Disziplinen des „motionsdag“ (Fitnesstag). Auf dem Programm standen auch Gymnastik/Dehnung/Ausdauer und Selbstbehauptung/Selbstverteidigung.

„Wir versuchen, jedes Jahr andere Aktivitäten am motionsdag anzubieten, um Abwechslung hereinzubringen. Wir waren auch schon mal schwimmen und waren im vergangenen Jahr in der Sporthalle Tingleff, wo die Kinder sich unter anderem auf der Airtrackmatte austoben konnten“, so Schulleiter Jan Röhrig in der Frühstückspause des Multitages zum „Nordschleswiger".

Von Station zu Station

Die Schülerschaft war in drei Klassenstufen aufgeteilt, die reihum zu den Aktivitäten pendelten. In der Turnhalle konnten sich die Kids altersgerecht mit dem Rückschlagspiel befassen.

In einem Klassenraum ging es um Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Die Schule hatte dafür das Fitness- und Selbstverteidigungstrainerteam Kim und Melanie Goos aus Tingleff (Tinglev) gewinnen können. 

Selbstverteigung mit den Coaches Melanie und Kim Goos (r.)
Selbstbehauptung gelernt: Die Jüngsten bekamen vom Trainerteam Melanie und Kim Goos (hinten) eine Urkunde. Mit dabei waren auch die Kindergartenkinder.

Bewegungsaktiv wurde es auf dem Sportplatz, wo Lehrer Cüneyt Amet die Kinder auf eine abgewandelte  Biathlonstrecke schickte – mit Werfen statt Schießen. 

Laufen, Werfen und kurze Extrarunden vermeiden

In Zweierteams machten sich die Athletinnen und Athleten als Staffel auf die Runde. Ordentlich ins Zeug legten sich dabei Adrian (11)  und Mina (9), die ein Team bildeten.

Mit ihrer Leistung zeigten sich beide nach den drei Runden zufrieden. „Das war ganz okay“, so Adrian. 

Und los geht's auf die abgewandelte Biathlon-Runde!
Beim Werfen galt es, möglichst oft zu treffen, um kleine Strafrunden zu vermeiden.

Beiden gelang es beinahe, den Ball jeweils dreimal in den Kasten zu werfen, womit kleine Strafrunden vermieden worden wären. Mit einer Quote von zwei Treffern konnten sie das zusätzliche Laufen wenigstens einschränken, so die beiden Biathleten.

Worauf haben sie sich beim Aktionstag am meisten gefreut?

Bildeten beim Biathlon auf dem Sportplatz ein Zweierteam: Adrian und Mina.

Adrian: „Auf Tischtennis. Ich mag es und spiele oft mit Freunden.“ Minas Favorit war die Einheit mit Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. „Das finde ich interessant. Außerdem kenne ich Kim. Mein kleiner Bruder ist bei ihm in einem Kurs.“

Bunte Mischung gern gesehen

Dass der „motionsdag“ nicht nur Laufen bedeutet, wie es an Schulen oft der Fall ist, sondern aus gleich drei verschiedenen Aktivitäten besteht, fand bei Mina und Adrian Anklang. „Man macht nicht das Gleiche. Wir können verschiedene Sachen ausprobieren, und das finde ich gut“, so Mina. Ähnlich formuliert es Adrian, der seit einem Jahr an der Schule ist.

Nach dem Biathlon folgte für beide der letzte Stationswechsel. Mina und auch Adrian konnten sich auf die Einheit mit Kim Goos freuen.

Kräftigung und Dehnung gehörten ebenfalls zum Fitnessprogramm.