Handball

SønderjyskE-Handballerinnen düpieren den Spitzenreiter

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Horsens
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Fatos Kücükyildiz übernahm bei SønderjyskE viel Verantwortung. Foto: Karin Riggelsen

Die SønderjyskE-Handballerinnen haben im absoluten Spitzenspiel der 1. Division eine dicke Überraschung hingelegt und den Kampf um den direkten Liga-Aufstieg wieder spannend gemacht.

„Es ist durch diesen fantastischen Sieg wieder ein wenig spannend geworden, aber Horsens ist bislang so souverän durch die 1. Division marschiert. Wir haben aber bewiesen, dass wir dort oben hingehören, und haben zwei wirklich wichtige Punkte im Kampf um Platz zwei geholt“, meint SønderjyskE-Trainerin Olivera Kecman.

Horsens HK hatte beim Unentschieden im Hinspiel gegen SønderjyskE den einzigen Punkt der laufenden Saison abgegeben, die übrigen 13 Spiele gewonnen, doch im Rückspiel gab es die erste Niederlage. Eine stark ersatzgeschwächte SønderjyskE-Mannschaft konnte das absolute Spitzenspiel in Horsens mit 24:22 gewinnen und ist wieder bis auf drei Punkte an den Tabellenführer herangerückt.

Olivera Kecman hatte im Vorfeld alles dafür getan, dem Gegner die Favoritenrolle zuzuschieben und der eigenen Mannschaft keinerlei Chancen auszurechnen. Die Underdog-Taktik ging auf, denn die ersatzgeschwächte SønderjyskE-Mannschaft spielte völlig befreit auf und erwischte ein siegessicheres Horsens-Team kalt.

„Wir haben eigentlich noch nie so richtig sieben gegen sechs gespielt, aber wir wussten, dass wir uns in dieser Situation etwas besonderes einfallen lassen mussten. Wir haben rund die Hälfte des Spiels sieben gegen sechs gespielt, und ich denke, darauf war der Gegner nicht vorbereitet“, so die SønderjyskE-Trainerin: „Das war in der ersten Halbzeit die beste Abwehrleistung, die ich von dieser Mannschaft gesehen habe. Das war ein Traum, was in erster Linie Ricka Gindrup und Emma Kiellberg geleistet haben.“

Die Gäste legten los wie die Feuerwehr, führten nach fünfeinhalb Minuten mit 5:1 und setzten sich über ein 8:3 (12.) auf 15:8 (27.) ab. Zwei verworfene Siebenmeter beim Stande von 15:9 für SønderjyskE verhinderten eine noch höhere Führung. Zu Beginn der zweiten Halbzeit war aber plötzlich der Wurm drin. Der Vorsprung war weg, als die ehemalige SønderjyskE-Handballerin Emily Baunsgaard in der 47. Minute das 17:17 erzielte. Alles deutete nun auf einen Favoritensieg hin, doch die Gäste fingen sich wieder.

Die Hellblauen mussten ohne Helena Løjborg, Caroline Rasmussen und Leonora Demaj auskommen, doch Celina Hehnel Hansen hatte sich nach ihrer Grippe noch rechtzeitig aufgerappelt. Die Torschützenkönigin erzielte einen wichtigen Treffer, nachdem Fatos Kücükyildiz viel Verantwortung übernommen hatte. Aber auch die Jugend bewies starke Nerven. Louise Andresen, die wegen des Ausfalles von Leonora Demaj mehr Einsatzminuten bekam, traf zweimal in Folge zur 23:21-Führung. Nina Bech legte das 24:21 nach, und Horsens war geschlagen.

„Wir haben zu Beginn der zweiten Halbzeit zu viele klare Chancen vergeben, aber wir haben die Ruhe bewahrt. Auch ein großes Lob an die junge Louise Andresen, die zwei Tore warf, als das Spiel auf der Kippe stand“, so Kecman.

Fatos Kücükyildiz (9/5), Nina Bech (4), Louise Andresen (3), Rikke Hoffbeck (2), Emma Kiellberg (2), Celina Hehnel Hansen (2), Sara Mitova (1) und Ricka Gindrup (1) erzielten die Tore für SønderjyskE.

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