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Noah Gaudin lässt SønderjyskE aufatmen

Noah Gaudin lässt SønderjyskE aufatmen

Noah Gaudin lässt SønderjyskE aufatmen

Sonderburg/Sønderborg
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Noah Gaudin war nicht zu bremsen. Foto: Karin Riggelsen

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Mit zwölf Toren und fünf Vorlagen hat der 23-jährige Franzose einen Ausrutscher gegen Aufsteiger HC Midtjylland verhindert und die Hoffnung am Leben gehalten, dass SønderjyskE in der noch jungen Saison die obere Tabellenhälfte ins Visier nehmen kann. Gaudin sieht aber Steigerungsbedarf.

Die Liga-Handballer von SønderjyskE wollen in dieser Saison mit aller Macht wieder in die Meisterschafts-Endrunde zurückkehren, doch zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft noch eine Lücke.

Nach dem knappen Auftakterfolg gegen Lemvig-Thyborøn und den nicht unerwarteten Niederlagen gegen die Top-Teams Skjern, Bjerringbro-Silkeborg und GOG stand ein richtungsweisendes Heimspiel gegen den noch sieglosen HC Midtjylland an. Gegen den Aufsteiger zählte nur ein Sieg, war auch im Vorfeld von den Hellblauen zu hören, sonst müsse man den Blick in der Tabelle wie schon in der Vorsaison nach unten richten.

Die SønderjyskE-Handballer blieben aber die Antwort schuldig, ob man diese Mannschaft in der noch jungen Saison zu den Top-8-Anwärtern zählen darf.

Die Hellblauen haben mit einem 29:28-Zittersieg gegen den HC Midtjylland die Pflichtaufgabe mit Hängen und Würgen gemeistert, sahen aber zu selten wie ein Endrunden-Kandidat aus.

Noah Gaudin der Alleinunterhalter

SønderjyskE war über weite Strecken auf Einzelaktionen angewiesen. Andreas Lang und erstmals auch Kasper Kisum machten sich bemerkbar, aber alles überragend war Noah Gaudin. Der 23-jährige Franzose schoss mit 12 Toren aus 17 Versuchen sowie 5 Assists den Aufsteiger fast im Alleingang ab und verhinderte den Ausrutscher.

„Wir freuen uns über die zwei Punkte. Die waren sehr wichtig. Wir sind aber auch ein wenig frustriert, denn das war nicht unser bestes Spiel. Wir wollten zeigen, dass wir besser als der Gegner sind, aber das haben wir nicht in ausreichendem Maße getan“, sagte Noah Gaudin nach Spielende zum „Nordschleswiger“.

Der HC Midtjylland hatte in der zweiten Halbzeit mehrmals vorne gelegen, erst in den Schlussminuten konnte SønderjyskE aus einem 26:26 ein 29:27 machen.

Die Favoritenrolle schmeckt SønderjyskE nicht

„Wir müssen solche Spiele früher entscheiden. Wir müssen über 60 Minuten 100 Prozent geben und nicht nur 45 Minuten lang. Wir haben vor zwei Tagen gegen GOG gespielt. Das hat sicherlich nicht geholfen, darf aber nicht als Entschuldigung gelten. Wir müssen den Job einfach besser machen. Wir befinden uns in einem Entwicklungsprozess und nichts ist perfekt, aber einige Dinge sind besser geworden. Unser Teamspirit hat mir sehr gut gefallen“, so der Franzose.

Der zwölffache Torschütze sieht bei SønderjyskE Probleme, mit der Favoritenrolle umzugehen.

„Das ist ein Problem, das wir schon zwei oder drei Jahre haben. Wir können gegen die großen Teams der Liga glänzenden Handball spielen, aber gegen die Kleinen tun wir es nicht. Alle Mannschaften in der Liga sind gut, aber einen Aufsteiger aus der 2. Liga müssen wir zu Hause schlagen. Ich weiß nicht, ob wir Angst vor dem Verlieren haben, aber wir müssen daran arbeiten. Unser niedrigstes Niveau muss angehoben werden“, meint Noah Gaudin.

SønderjyskE - HC Midtjylland (15:14) 29:28

SønderjyskE: Rasmus Bech, Kasper Larsen – Pelle Mørk Andersen, Andreas Lang (6), Nikolaj Svalastog (1), Kasper Kisum (5), Jacob Bagersted, Morten Bjørnshauge (2), Malthe Damgaard, August Wiger, Marius Ferkingstad, Sebastian Augustinussen, Kristian Stranden (1), Alec Smit (1), Noah Gaudin (12), Tobias Møller.

HC Midtjylland: René Villadsen, Frederik Hummelmose – Bertram Simonsen, Valdemar Hermansen (2), Jonas Langerhuus (2), Mikkel Madsen (2), Andreas Madsen (1), Bjarke Jørgensen (2), Mathias Nikolajsen (8), Jonathan Sørensen (6), Andreas Thomsen, Kasper Didriksen (4), Kasper Kvist (1), Frederik Sass, Magnus Sønnichsen.

Schiedsrichter: Jonas Primdahl/Rasmus Wahlstrøm. Zuschauer: 1.895.

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