Besuch in Kopenhagen

Daniel Günther setzt sich für Museumspläne ein

Daniel Günther setzt sich für Museumspläne ein

Daniel Günther setzt sich für Museumspläne ein

Kopenhagen
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Hinrich Jürgensen und Daniel Günther traten nach ihren Gesprächen vor die Presse. Foto: Gwyn Nissen

Der Ministerpräsident Schleswig-Holsteins sprach während seines Dänemark-Besuchs mit Kulturministerin Mette Bock über Wünsche der deutschen Minderheit.

Wenn sich die Bundesrepublik Deutschland an den Museumsplänen der deutschen Minderheit in Nordschleswig beteiligt, dann muss sich auch die dänische Seite einbringen. Das stellte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther Donnerstag in Kopenhagen fest.

Im Haushaltsplan der Bundesrepublik Deutschland sind 2018/19 derzeit insgesamt eine Million Euro für einen Ausbau des Deutschen Museums in Sonderburg vorgeschlagen. Für die Durchführung des Gesamtprojekts ist allerdings ein ähnlich hoher Betrag aus Dänemark nötig. Dies machte Daniel Günther am Donnerstagmorgen der Kulturministerin Mette Bock deutlich.

Eine Bedingung für die Gelder vom Bund sei die dänische Unterstützung des Projekts. „Ich hoffe, dass es konkret etwas gebracht hat, dass wir dieses Gespräch geführt haben. Ich habe Wohlwollen gespürt“, sagte Daniel Günther und machte sich Hoffnungen auf die laufenden dänischen Haushaltsverhandlungen.

Der Besuch im Sekretariat der Deutschen Minderheit in Kopenhagen markierte das Ende seines dreitägigen Dänemark-Besuchs bei dem Günther unter anderem Gespräche mit Königin Margrethe, Regierungschef Lars Løkke Rasmussen, einer Reihe von Ministern und Jørgen Mads Clausen von Danfoss führte.

„Das war ein wichtiger Besuch zum Abschluss. Für mich war es wichtig, dass wir die deutsche Minderheit besuchen und wir haben ein sehr angenehmes Gespräch geführt, sagte Daniel Günther vor einem großen Presseaufgebot aus Schleswig-Holstein.

Auch Hinrich Jürgensen, Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger, der darüber hinaus durch Generalsekretär Uwe Jessen und Sekretariatsleiter Jan Diedrichsen vertreten war, freute sich.

„Die Gespräche waren sehr gut, sehr locker und freundschaftlich“, sagte Hinrich Jürgensen nach dem Treffen.

Auf Anfrage des Nordschleswigers, ob der Ministerpräsident auch die deutsche Minderheit in Nordschleswig vor Ort besuchen werde, sagte Daniel Günther „selbstverständlich“.

Bereits kurz vor der Landtagswahl ist er in Nordschleswig zu Besuch gewesen und Hinrich Jürgensen lud Daniel Günther erneut in den Landesteil ein – unter anderem als Festredner bei einem Deutschen Tag in den nächsten Jahren.

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