Deutsche Minderheit

BDN-Ortsversammlung: SP stellt Wahlprogramm für Hadersleben vor

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Hans-Iver Kley erläutert das SP-Wahlprogramm, mit dem die Partei der deutschen Minderheit in der Kommune Hadersleben auf Stimmenfang gehen will.

Bei den gemeinsam durchgeführten Generalversammlungen des BDN-Bezirks- und Ortsvereins Hadersleben stand das Wahlprogramm der Schleswigschen Partei vor Ort im Mittelpunkt. Im November sind Kommunalwahlen. Es gab Diskussionsbedarf.

„Damit hatte ich gar nicht gerechnet, es sind ja erfreulich viele da“, so Angelika Feigel, die in ihrer Funktion als Vorsitzende des Bezirks Hadersleben des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) die Generalversammlung am Mittwochabend eröffnete. Wie üblich war es eine Doppelveranstaltung: Im Vereinsheim des Deutschen Rudervereins Hadersleben fand am selben Abend auch die Generalversammlung des BDN-Ortsvereins Hadersleben mit der Vorsitzenden Sabina Wittkop-Hansen statt.

Drei Themen im Fokus

Drei Themen nahmen an diesem Abend Raum ein. Zum einen ging es mit Blick auf die Kommunalwahlen im Herbst um das Wahlprogramm der Schleswigschen Partei (SP) in der Kommune Hadersleben. Zum anderen um die Frage, wie es gelingen kann, dass mehr Menschen die Veranstaltungsangebote des BDN in Hadersleben wahrnehmen, und schließlich um Wahlen, die im BDN-Bezirk Hadersleben anstanden.

Das Wahlprogramm der SP stellte der SP-Kommunalvorsitzende Hans-Iver Kley kurz vor. Er verwies darauf, dass vor vier Jahren Sabina Wittkop-Hansen und andere viel Arbeit in das Programm hineingesteckt hatten, und es nun aktualisiert wurde.

SP geht mit kommunalem Wahlprogramm ins Rennen

Für das Programm gab es Lob. „Ich würde sofort SP wählen“, so ein Kommentar. Anregungen gab es auch. Am Ende wurde das Programm von der Versammlung gutgeheißen, mit der Anregung, den Abschnitt zum Einsatz für kulturelle Vielfalt zu überprüfen, der, so die Kritik eines Anwesenden, übers Ziel der Partei der deutschen Minderheit hinausgehe. Neben einer ungenauen Formulierung in einem anderen Abschnitt kam der Wunsch auf, im Wahlprogramm noch einmal deutlicher darauf hinzuweisen, dass auch mit Blick auf den Tourismus die Kommune Hinweisschilder in deutscher Sprache aufstellen sollte. Hans-Iver Kley fügte hinzu, die Kommune könne von der Zweisprachigkeit der deutschen Minderheit profitieren. Es gelte, diesen Vorteil herauszustellen.

Diskussionsbedarf gab es auch beim Thema Entwicklung des öffentlichen Raumes und Mobilität.

„Hadersleben muss Fahrradstadt werden“, sagte Carsten Leth Schmidt, SP-Politiker in Hadersleben und Vorsitzender des kommunalen Ausschusses für Technik und Klima. Aber nicht alle, vor allem Ältere, könnten längere Strecken mit dem Fahrrad bewältigen, so ein Einwand. Thema war auch der Leerstand, der sich in Hadersleben, doch vor allem in den kleinen Städten auf dem Land zeigt.

SP strebt Wahlbündnis an

Zustimmung fand auch das vorgestellte Wahlbündnis, mit dem die SP bei der kommenden Kommunalwahl ins Rennen gehen will. Dieses Wahlbündnis besteht neben der SP aus den Parteien: Radikale Venstre, Konservative und Christdemokraten.

Als gleichberechtigte SP-Kandidaten bestätigte die Versammlung: Carsten Leth Schmidt (Spitzenkandidat), Sabina Wittkop-Hansen, Eliska Hansen, Andreas Geuss, Anna Lea Leth Schmidt, Hans-Iver Kley und Piet Schwarzenberger.

Wahlen

Beim BDN-Ortsverein standen Wahlen an. In den Vorstand gewählt wurden Kim Hoffmann Bjerringgaard, Maria Harboe, Mette Zempel sowie neu Bernd Eichert und Frederik Jegsen. Bernd Eichert soll die Bereiche Soziales und Ältere abdecken und Frederik Jegsen die Jugendarbeit.

Ziel: Mehr Zuspruch für Veranstaltungen

Sabina Wittkop-Hansen ließ in ihrem Bericht als Vorsitzende des BDN-Ortsvereins die vielen Veranstaltungen Revue passieren, die der Ortsverein nicht nur für seine Mitglieder im vergangenen Jahr auf die Beine gestellt hatte. Ihrem Geschmack nach hätten es noch ein paar mehr Besuchende sein dürfen. BDN-Kommunikationskonsulentin Sally Flindt Hansen, die beide Versammlungen verfolgte, gab Tipps, wie die Werbung verbessert werden kann.