EU-Treffen

Grüne Energie: Minister erwartet schwere EU-Verhandlungen

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Kopenhagen/Brüssel
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Energie-, Versorgungs- und Klimaminister Lars Christian Lilleholt (Venstre) Foto: Scanpix

Das Ziel, wie viel des gesamten Energieverbrauches aus erneuerbaren Quellen kommen soll, muss höher angesetzt werden, meint der dänische Energieminister. Er erwartet harte Verhandlungen vor dem EU-treffen am Montag.

Die Energieminister der Europäischen Union (EU) werden sich am Montag zu Gesprächen über gemeinsame EU-Ziele bezüglich der erneuerbaren Energien treffen.

Bisher lautet das Ziel, dass im Jahr 2030 ein Anteil von 27 Prozent des gesamten Energiebedarfes aus erneuerbaren Quellen kommen soll. Doch diesen Prozentsatz möchte der dänische Energie-, Versorgungs- und Klimaminister Lars Christian Lilleholt (Venstre) um drei Prozentpunkte erhöhen.

„Das wäre ein starkes Signal, dass wir die Klimaherausforderung ernst nehmen und Europa weniger abhängig von Kohle, Öl und Naturgas machen wollen“, sagt Lilleholt gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau.

Eine Reihe seiner Kollegen unterstützt den Vorschlag, das Ziel auf 30 Prozent zu erhöhen. Doch Lilleholt ist sich bewusst, dass die Verhandlungen hartnäckig werden. „Es gibt mehrere Länder in der EU, denen es schwer fällt, dieses Ziel auch finanziell zu erreichen. Es wäre aber ein Riesengewinn für die gesamte EU“, so Lilleholt.

2030 soll Dänemarks Energieverbrauch laut Regierungsplänen zu 50 Prozent aus Erneuerbaren Energien stammen.

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