Covid-19

Dänemark beendet Corona-Einschränkungen ab dem 10. September

Dänemark beendet Corona-Einschränkungen ab dem 10. September

Dänemark beendet Corona-Einschränkungen ab dem 10. September

Ritzau/kj
Kopenhagen
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Aufgrund der hohen Impfquote ist die Epidemie in Dänemark unter Kontrolle, so der Gesundheitsminister. Foto: Unsplash/Daniel Schludi

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Die Regierung hält die Einstufung von Covid-19 als „gesellschaftsgefährdende“ Krankheit in Dänemark nicht aufrecht.

Ab dem 10. September wird Covid-19 in Dänemark nicht mehr als Krankheit angesehen, die die Gesellschaft bedroht. Alle Beschränkungen werden aufgehoben. Dies teilt das Gesundheitsministerium mit.

„Die Epidemie ist unter Kontrolle, wir haben rekordverdächtig hohe Impfraten“, so Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Soz.) in einer Pressemitteilung. „Daher können wir am 10. September bestimmte Sonderregelungen aufheben, die wir im Kampf gegen Covid-19 einführen mussten.“

Was ist eine gesellschaftsbedrohende Krankheit?

Die Einstufung von Covid-19, hervorgerufen durch das Coronavirus, als für die Gesellschaft kritische Krankheit bedeutet, dass örtliche Schließungen, Aufenthaltsverbote und obligatorische Tests möglich sind. Nach dem Epidemiengesetz ist eine gesellschaftskritische Krankheit eine allgemein gefährliche Krankheit, deren Ausbreitung eine schwere Störung wichtiger gesellschaftlicher Funktionen verursacht oder zu verursachen droht.

„Die Regierung hat versprochen, die Maßnahmen nicht länger als nötig aufrechtzuerhalten, und das ist der Stand der Dinge. Aber auch wenn wir uns derzeit in einer guten Lage befinden, sind wir noch nicht aus der Epidemie heraus. Und die Regierung wird nicht zögern, schnell zu handeln, wenn die Epidemie erneut wesentliche Funktionen unserer Gesellschaft bedroht“, so der Minister.

Einige Parteien im Parlament haben bereits seit einiger Zeit kritisiert, dass Covid-19 immer noch als gesellschaftsbedrohende Krankheit bezeichnet wird.

Viele Menschen seien geimpft worden, und die Zahl der Krankenhausaufenthalte sei gut unter Kontrolle, erklärten die blauen und die roten Parteien.

Entscheidung fällt vor Treffen im Epidemieausschuss

Am 10. September tritt der Erlass vom 10. März außer Kraft, der Covid-19 als gesellschaftsbedrohende Krankheit einstuft und der seinerzeit im Epidemieausschuss des Parlaments verabschiedet worden war.

Das Thema sollte am Freitag im selben Ausschuss erörtert werden, in dem unter anderem der von der Venstre geführte blaue Block angekündigt hat, dass Covid-19 nicht mehr als gesellschaftskritische Krankheit angesehen werden soll.

Vor der Ausschusssitzung hat das Gesundheitsministerium jedoch verkündigt, dass die Regierung die derzeitige Einstufung von Covid-19 nicht verlängern wird.

Abschaffung des Corona-Passes

Am 1. September sollen bereits eine Reihe von Beschränkungen aufgehoben werden, darunter die Abschaffung der Corona-Pass-Pflicht in Restaurants und Bars.

Nach der Ankündigung der Regierung vom Freitag muss dann ab dem 10. September bei einem Disco-Besuch oder Superliga-Spiel auch kein Corona-Pass mehr vorgezeigt werden.

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