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Qualitätsholz und traditionelles Handwerk: Betrieb „Snedkerens Sønner“ gibt Einblicke

Zwei Männer beugen sich in einem Showroom über eine große Massivholzplatte.
Victor Martin (links) und Frederick Beachy vom Betrieb „Snedkerens Sønner“ streichen über eine Massivholzplatte. Die Firma hat in Tingleff einen Showroom eröffnet.

Vor rund vier Jahren übernahm eine mennonitische Glaubensgemeinschaft den ehemaligen Blumenladen an der Tingleffer Hauptstraße. Der einstige Geschäftsraum wurde ein Ausstellungsfenster des Tischler- und Schreinerbetriebes „Snedkerens Sønner“. Aus dem Schaufenster ist ein Showroom mit festen Öffnungszeiten geworden.

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„Wir verwenden in der Regel hochwertiges Holz wie Eiche oder Buche und fertigen unsere Produkte in der eigenen Werkstatt. Wir setzen auf gute, alte Handwerksarbeit, auf Nachhaltigkeit und auf Qualität. Das hat seinen Preis, man bekommt dafür aber ein langlebiges Produkt“, sagt Victor Martin im ehemaligen Blumengeschäft an der Tingleffer Hauptstraße.

Zusammenfassung

  • Schreinerei „Snedkerens Sønner“ präsentiert im früheren Blumenladen in Tingleff hochwertige Holzarbeiten.
  • Im Showroom können donnerstags bis sonnabends Maßanfertigungen angeschaut und Wünsche geäußert werden.
  • Jeweils am 27. und 28. März wird zusätzlich zum Tag der offenen Tür eingeladen. Auf Wunsch kann auch die Werkstatt in Behrendorf besichtigt werden.

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Den früheren Laden hat der Betrieb „Snedkerens Sønner“ in einen Showroom umgewandelt. Die Immobilie wurde vor vier Jahren von der aus den USA nach Nordschleswig ausgewanderten mennonitischen Glaubensgemeinschaft „Sønderjyllands mennonitiske menighed“ übernommen. Victor ist Teil der mennonitischen Gemeinschaft. Wie auch Frederick Beachy. Beide sind Tischler und Zimmerer und treibende Kräfte des Betriebs.

Zwei Männer halten Holzmuster vor dem Showroom von Snedkerens Sønner in einer Backsteinfassade.
Victor Martin und Frederick Beachy vor dem Showroom der Tischlerei „Snedkerens Sønner"

Inspiration holen

Die Firma möchte verstärkt auf ihre Produkte und ihren Service aufmerksam machen. Dazu soll ein Showroom im ehemaligen Blumenladen beitragen. „Jeweils donnerstags, freitags und sonnabends können sich Interessierte zwischen 10 und 17 Uhr hier umschauen“, sagt Victor Martin.

Möbel, Küchenzeilen, Verkleidungen, Treppen und Rahmen sind in Augenschein zu nehmen. Aus Platzgründen werden die Produkte nicht in Tingleff (Tinglev), sondern in einer Werkstatt in Behrendorf (Bjerndrup) hergestellt. „Dort lagert noch viel mehr“, ergänzt Victor Martin.

Zwei Männer begutachten große Holzschubladen in einer modernen Küchenausstellung.
Frederick Beachy (links) und sein Kollege Victor Martin an selbst hergestellten Küchenmöbeln, die Interessierte in der Tingleffer Hauptstraße in Augenschein nehmen können.

Die Objekte im Showroom dienen vor allem als Inspiration. „Man kann sich gern an uns wenden und Wünsche für Maßanfertigungen äußern. Wir sprechen mit den jeweiligen Kunden dann ab, wie sich die Wünsche umsetzen lassen“, ergänzt Frederick Beachy.

Hochwertigkeit als Maßgabe

Auch er betont, dass der Betrieb auf Hochwertigkeit und gutes Holz setzt. Einfache Spanplatten, wie sie in Produkten von Möbeldiscountern oft eingearbeitet sind, werden von „Snedkerens Sønner“ praktisch nie verwendet. Man ziehe es vor, Hartholz für die Konstruktionen zu nutzen, da es robuster und langlebiger ist.

„Spanplatten sind nicht so stabil, und auch Tannenholz hält nicht so gut. Es ist verhältnismäßig weich. Gut produzierte Möbel aus gutem Holz, wie wir sie herstellen, können ein Leben lang halten“, so Beachy. „Oft sogar mehrere Generationen“, ergänzt sein Kollege Victor Martin. 

Zwei Männer sitzen in massiven Holzsesseln in einem hellen Ausstellungsraum.
Die beiden Tischler haben sich nach dem Umzug von den USA nach Nordschleswig gut eingelebt.

Der Betrieb zählt vier Mitarbeitende. „Dabei ist auch ein deutscher Tischler. Bei uns wird also auch Deutsch gesprochen. Auch unsere Broschüre gibt es auf Deutsch.“

Auch noch Tag(e) der offenen Tür 

Zusätzlich zu den just eingeführten festen Showroom-Tagen lädt die Firma für den 27. und 28. März jeweils von 10 bis 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Es gibt Kaffee und Kuchen „und jede Menge Gelegenheit, sich über unseren Service zu informieren und Fragen zu stellen“, so Victor Martin.

Nach rund vier Jahren in Dänemark habe man sich gut eingelebt, sagt der Mennonit. Die Gemeinschaft besteht aus fünf Familien und einigen Alleinstehenden. Sie leben verstreut im südlichen Nordschleswig. Die Basis ist das Anwesen von Paul Martin in Rawit (Raved) bei Bollersleben (Bolderslev), dem Vorsitzenden der Glaubensgemeinschaft und Vater von Victor. Ein Nebengebäude dient als Treffpunkt für Zusammenkünfte.

Kontakt jederzeit erwünscht

Dreh- und Angelpunkt der Tischlerei sind die Werkstatt in Behrendorf und der Showroom in Tingleff. 

Innenansicht einer Holzwerkstatt mit großen Maschinen und Stapeln von Holzplatten.
Die Werkstatt der Tischlerfirma befindet sich in Behrendorf.

„Wir beraten Kundinnen und Kunden gern auch außerhalb der Öffnungszeiten des Showrooms, sollte es besser passen. Wenn der Wunsch besteht, unsere Werkstatt in Behrendorf zu besichtigen und sich vor Ort über unsere Arbeit zu informieren, dann wollen wir auch das ermöglichen“, unterstreicht Victor Martin.