Generalversammlung

BDN Sonderburg: „Wichtig zu signalisieren: Es gibt die deutsche Minderheit“

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Die BDN-Bezirksvorsitzende Ruth Nielsen bei ihrem Jahresbericht im Deutschen Museum Sonderburg

Der BDN Bezirk Sonderburg bereitet sich auf die Kommunalwahl vor. Die Vorsitzende Ruth Nielsen zog auf der Generalversammlung eine Bilanz und unterstrich, warum die Minderheit vor Ort jetzt gefragt ist.

Die deutsche Minderheit vor Ort in der Kommune Sonderburg sichtbar machen: Das ist ein Ziel des BDN-Bezirks Sonderburg (Bund Deutscher Nordschleswiger). Einmal im Jahr trifft sich der Bezirk zur Generalversammlung, am Donnerstagabend war es im Deutschen Museum in Sonderburg so weit.

23 Personen nahmen an der Versammlung teil, die zugleich als Aufstellungsversammlung der Schleswigschen Partei (SP) für die Kommunalwahl 2025 diente.

Zusammenarbeit der Vereine klappt gut

„Trotz nur zwei Sitzungen war es dennoch ein aktives Jahr“, sagte die BDN-Vorsitzende Ruth Nielsen. Sie nannte durchgeführte Veranstaltungen wie die Markttage in Gravenstein (Gråsten), die Vereinsmesse in Zusammenarbeit mit dem Museum und dem Sommerfest der Schule, außerdem die Kulturnacht. „Es gibt ein Drehbuch, nach dem gearbeitet wird. Das klappt hervorragend“, so Nielsen.

Die Teilnahme der Vereine an der Vereinsmesse im Museum hätte besser sein können, stellte die Vorsitzende fest. Dennoch hält der Vorstand an der Veranstaltung fest. „In diesem Jahr ist die Vereinsmesse noch wichtiger, da, wie bekannt sein dürfte, die Kommunalwahl am 18. November ansteht.“

Unter anderem Stadtratspolitikerin Kirsten Bachmann (r.) berichtete von ihrer Arbeit als Ausschusssitzende.

Gleichberechtigt, vielfältig und nicht zu entbehren“

Ruth Nielsen forderte die Anwesenden auf, für die Kandidatinnen und Kandidaten der SP zu werben. „In eurem Verein und in eurem Bekannten- und Freundeskreis. Es ist wichtig, den Bürgern zu signalisieren: Es gibt die deutsche Minderheit in der Kommune, sie ist gleichberechtigt, vielfältig und nicht zu entbehren, sei es kulturell, sozial oder eben politisch.“

Der Vorsitzende des SP-Kommunalvorstands, Arno Knöpfli, ging in seinem Beitrag darauf ein, dass Stadtratspolitiker Stephan Kleinschmidt nach 20 Jahren im Stadtrat nicht erneut kandidieren wird. Mit den amtierenden Stadtratspolitikerinnen Kirsten Bachmann und Christel Leiendecker – beide sind Vorsitzende eines Ausschusses – sei man gut aufgestellt. „Aber die Herausforderung ist damit nicht kleiner geworden, und daher stand und steht die Öffentlichkeitsarbeit ganz zentral im Mittelpunkt“, so Knöpfli.

Arno Knöpfli wünscht sich, dass die SP weiterhin durch Themen von sich Reden macht.

Mit Stephan Kleinschmidt, der seit Oktober 2024 als Wahlhelfer die Pressearbeit der SP für ganz Nordschleswig stärkt, rückten wichtige Themen der SP in den Fokus der Öffentlichkeit. Das habe einen „Quantensprung in der Medienpräsenz“ gegeben, wie Knöpfli sagt.

Im Anschluss an die Generalversammlung gab der SP-Vorstand die Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl 2025 bekannt.

SP-Stadtratspolitiker Stephan Kleinschmidt (3. v. l.) arbeitet seit Oktober für die SP als Wahlkampfhelfer.
Dieter Jessen ist Kassierer des BDN Sonderburg. Der Bezirk steht finanziell gut da, zeigt sein Bericht. Den Zuschuss vom BDN nutzt der Bezirk, um Aktivitäten der Ortsvereine zu bezuschussen.