Handball

Saison-Schlussspurt ohne Chris Jørgensen

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Sonderburg/Sønderborg
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Chris Jørgensen fällt auf unbestimmt Zeit aus. Foto: Karin Riggelsen

Die SønderjyskE-Handballer wollen in den letzten acht Spielen der Saison ihren Endrunden-Platz behaupten, müssen aber auf unbestimmte Zeit ohne Spielmacher Chris Jørgensen auskommen.

Die Ausgangslage ist so gut wie seit Jahren nicht mehr. SønderjyskE hat vor Beginn der zweiten Saisonhälfte als Tabellenachter mit 18 Punkten aus 18 Spielen einen Vorsprung von vier bzw. sechs Zählern auf die Verfolger Ribe-Esbjerg HH und KIF Kolding. Es wartet aber ein schweres Restprogramm. Die Medaillenkandidaten Skjern, GOG, Bjerringbro-Silkeborg und TTH Holstebro gehören zu den letzten fünf Gegnern.

„Das ist kein Thema für uns. Es ist klar, dass wir in den nächsten drei Spielen gegen Skanderborg, Nordsjælland und Ribe-Esbjerg von der Papierform her größere Siegchancen haben als gegen Skjern, GOG und BSV, aber die Geschichte ist ja auch die, dass wir in den Hinspielen gegen die drei Letztgenannten drei von sechs Punkten geholt haben. Ich denke nicht, dass wir schon die letzte Überraschung von uns in dieser Saison gesehen haben, und glaube, dass weitere große Skalps auf uns warten, wenn wir in der Spur bleiben“, meint SønderjyskE-Trainer Kasper Christensen vor dem ersten Punktspiel seit dem 22. Dezember, am Sonnabend ab 15 Uhr zu Hause gegen Skanderborg Håndbold.

Die Hellblauen müssen nicht nur hier, sondern auch in den darauffolgenden Spielen ohne ihren einzigen echten Spielmacher auskommen. Chris Jørgensen fällt mit einer Gehirnerschütterung auf unbestimmte Zeit aus.

„Ich kann nur sagen, dass wir nicht wissen, wann er wieder zurückkommt. Er wird uns auf unbestimmte Zeit fehlen“, sagt Kasper Christensen, der ohne echten Spielmacher vor neuen Herausforderungen steht und auf dieser Position in erster Linie auf Oliver Nøddesbo Eggert bauen will: „Wir hatten knapp drei Wochen Zeit, mit neuen Konstellationen zu arbeiten und hatten auch bei unserer Deutschland-Fahrt dort unseren Fokus. Ich vertraue Oliver Eggert, der auf dieser Position bereits viele Aufgaben gelöst hat.“

Auch der Einsatz von Kasper Olsen ist fraglich, und so stehen im Rückraum mit Aaron Mensing und Oliver Eggert nur zwei Rechtshänder zur Verfügung.

„Wenn wir Erfolg haben wollen, müssen wir wie im Hinspiel das Tempo kontrollieren, uns nicht auf ein schnelles Spiel einlassen, sondern vorne und hinten mit sechs gegen sechs spielen“, so der SønderjyskE-Trainer vor dem Heimspiel gegen den Tabellenfünften, der im Hinspiel mit 31:25 bezwungen wurde: „Es war mir klar, dass Skanderborg eine gute Saison spielen würde, aber es ist schon überraschend, dass sie so weit oben stehen. Das ist eine gute Mannschaft.“

Mikkel Møller und Alexander Hansen stehen nach der WM-Pause wieder zur Verfügung.

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