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SønderjyskE spürt noch keinen Druck

SønderjyskE spürt noch keinen Druck

SønderjyskE spürt noch keinen Druck

Hadersleben/Haderslev
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Michael Boris läuft mit seiner Mannschaft der Zeit hinterher. Foto: Frank Cilius/Ritzau Scanpix

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Drei Tore und ein Punkt: Das ist die magere Ausbeute der Superligakicker aus den jüngsten sechs Spielen. Die Folge ist der Rutsch auf einen Abstiegsplatz, doch die Alarmglocken schrillen laut Trainer Michael Boris noch nicht. Am Sonntag kommt der Meister zu Besuch.

Am Sonntagnachmittag empfangen die Superligakicker von SønderjyskE ab 16 Uhr die amtierenden Meister von Brøndby IF. Für beide Teams ist der Saisonbeginn nicht wie gewünscht verlaufen.

Mit erst einem Sieg befindet sich Brøndby auf dem achten Platz der Tabelle. SønderjyskE steht seit der 1:2-Niederlage gegen OB auf einem Abstiegsrang. Der Druck steigt – sollte man meinen.

„Wir haben noch überhaupt keinen Druck, denn wir glauben an unser Konzept. Und wir haben schon einen riesigen Schritt gemacht. Die Spieler haben begonnen, das gut umzusetzen. Wenn man Druck hat, dann spielt man nicht so wie wir in den ersten 30 Minuten gegen OB. Gegen Viborg waren wir auch schon gut. Wir wissen, was wir können und wir wissen, woran wir arbeiten müssen. Letzten Endes geht es nur darum, unsere Chancen besser zu verwerten und weniger Fehler zu machen“, sagte Michael Boris gegenüber dem „Nordschleswiger“.

Für Torgefahr soll wieder der neue Leihstürmer Dániel Prosser sorgen. Der Ungar hat in seinen bisherigen drei Auftritten für SønderjyskE immer getroffen.

„Das ist schon eine gute Quote, aber gegen OB musste er eigentlich noch eins machen“, so Michael Boris. „Es ist gut, dass wir ihn holen konnten. Er ist eine Verstärkung und schafft es immer, sich in eine gute Schussposition zu bringen. Körperlich wird er in der dänischen Liga besonders bei hohen Bällen Probleme bekommen, aber er ist schnell und flink und torgefährlich."

Auf Abwehrspieler Duplexe Tchamba wird SønderjyskE gegen Brøndby nicht setzen können. Der Kameruner ist erst am Freitagnachmittag von seiner Länderspielreise zurückgekehrt, obwohl das Spiel gegen die Elfenbeinküste bereits anderthalb Wochen zurückliegt.

Da er den Besitz einer Aufenthaltserlaubnis nicht mit der geforderten Karte belegen konnte, verweigerte ihm die französische Fluggesellschaft die Einreise in die EU.

Neuzugang Søren Reese hat laut Michael Boris seine Sache gegen OB gut gemacht, aber trotzdem wird das Spiel gegen Brøndby ein weiteres, das er nicht mit seiner Wunschformation angehen kann. Er gibt sich trotz der späten Komplettierung des Kaders kämpferisch.

„Wir haben die ersten sechs Spiele weggeschmissen, aber wir müssen da weitermachen, wo wir gegen OB aufgehört haben und noch zulegen. Es geht bei uns jetzt ums Fine-Tuning und nicht um eine Qualitätsfrage. Die stelle ich nicht. Der Unterschied zwischen uns und Brøndby ist nur, dass die aus wenig Chancen ein Tor machen – und wir nicht“, sagte Michael Boris.

Die Partie zwischen SønderjyskE und Brøndby wird am Sonntag um 16 Uhr in Hadersleben angepfiffen.

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