Eishockey

Klare Führung darf nicht zum Ruhekissen werden

Klare Führung darf nicht zum Ruhekissen werden

Klare Führung darf nicht zum Ruhekissen werden

Woyens/Vojens
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Steffen Frank machte in Spiel drei gegen Herning mit dem 6:3 den Sack zu. Foto: Karin Riggelsen

Steffen Frank spielt bereits seit 13 Jahren in der dänischen Eishockey-Liga und hat 141 Playoff-Spiele hinter sich. Der 31-Jährige will Herning nicht abschreiben, ist aber in der Viertelfinalserie voller Zuversicht.

Noch nie in der Geschichte des dänischen Eishockeys ist eine Best-of-seven-Serie nach einem 0:3-Rückstand noch gedreht worden. Seit der Einführung der Best-of-seven-Serie in den Playoffs in der Saison 2003/04 ist es auch nur viermal passiert, dass aus einem 1:3-Rückstand noch ein Sieg geworden ist. Bei SønderjyskE will man vermeiden, dass Herning Blue Fox Geschichte schreibt.

„Wir führen die Serie 3:0. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass wir nicht nah dran am Halbfinal-Einzug sind, aber der letzte Sieg ist oftmals der schwerste. Unsere Führung darf nicht zum Ruhekissen werden. Wenn Herning plötzlich auf 1:3 und 2:3 verkürzt, sind wir es plötzlich, die unter Druck stehen. Dann kann man nicht einfach den Knopf drücken und wieder Fahrt aufnehmen“, sagt SønderjyskE-Stürmer Steffen Frank zum „Nordschleswiger“.

Nach dem 6:3-Erfolg vom Dienstag benötigen die Eishockeyspieler von SønderjyskE nur noch einen Sieg, um ins Playoff-Viertelfinale einzuziehen, und den wollen sie am Freitag ab 16.50 Uhr in Herning eintüten.

14 Tore in 3 Spielen

„Wir haben eine komfortable Führung im Rücken, aber jeder, der Ahnung vom Eishockey hat, ist sich darüber im Klaren, dass das genauso hart sein wird wie in den ersten drei Spielen. Wir haben Respekt vor dem Gegner, der vor der Saison als Meisterschafts-Favorit ausgerufen wurde. Herning darf man nie abschreiben, aber wir glauben an uns, und das hat bislang gut geklappt“, meint der 31-Jährige, der 2015/16 eine Saison in Herning spielte und mit Blue Fox Vizemeister wurde.

Der Rekordmeister aus Herning ist für seine defensive Struktur bekannt und hat in der Vergangenheit nur wenige Gegentore zugelassen, wenn es um die Wurst geht. SønderjyskE hat aber in den ersten drei Viertelfinalspielen bereits 14 Tore erzielt.

„Wir sind effektiv gewesen und haben zu den richtigen Zeitpunkten unsere Tore erzielt. Herning hat zumindest in unserer Arena einem Rückstand hinterherlaufen und aufmachen müssen“, so Steffen Frank.

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