Eishockey

SønderjyskE demütigt und deklassiert den Rekordmeister

SønderjyskE demütigt und deklassiert den Rekordmeister

SønderjyskE demütigt und deklassiert den Rekordmeister

Herning
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Die SønderjyskE-Spieler dürfen über den Halbfinal-Einzug jubeln. Foto: Karin Riggelsen

Ein dickes Ausrufezeichen haben die Eishockeyspieler von SønderjyskE gesetzt. Herning Blue Fox war vor der Saison als großer Titelfavorit gehandelt worden, ist aber im Playoff-Viertelfinale sang- und klanglos gegen die Hellblauen ausgeschieden.

Überzeugender geht es kaum. Die Eishockeyspieler von SønderjyskE haben sich im Eiltempo ins Halbfinale um die dänische Meisterschaft und auch in den engeren Kreis der Titelkandidaten gespielt.

Noch nie in seiner Geschichte ist der dänische Rekordmeister in einer Playoff-Serie sieglos abgefertigt worden, doch die Hellblauen machten am Freitagabend die Demütigung perfekt. Herning Blue Fox wurde im vierten Aufeinandertreffen deklassiert und mit einer deftigen 3:7-Niederlage in den Sommerurlaub geschickt.

Die in der regulären Saison wankende SønderjyskE-Mannschaft, die im Dezember acht Liga-Spiele in Folge verlor, hat zur rechten Zeit in die Spur gefunden und darf sich darauf einstellen, dass diese Saison noch lange dauern kann.

Vier Tore von Yannick Vedel

Trainer Mario Simioni hat wieder einmal die Erfolgsformel aus dem Ärmel geholt. Sein Team war bei den vier Siegen gegen Herning nicht immer optisch überlegen, war aber in der Viertelfinal-Serie die diszipliniertere, abgeklärtere und giftigere Mannschaft.

Yannick Vedel machte seinem Ruf als Mann für die wichtigen Tore alle Ehre und zog mit seinen vier Treffern viel Aufmerksamkeit auf sich, doch auch die Torhüter machten in Spiel vier dieser Serie den Unterschied aus.

Auf der einen Seite spielte der langjährige Nationaltorwart Patrick Galbraith seine große Erfahrung aus und parierte mehrmals glänzend, nicht zuletzt, als Mark MacMillan in der vierten Minute ungestört auf sein Tor zulaufen konnte. In seiner unnachahmlichen Manier warf er sich furchtlos nach vorne und stocherte die Hartgummischeibe weg.

Auf der anderen Seite machte der erst 20-jährige Frederik Søgaard sein erst fünftes Saisonspiel und das erste Playoff-Spiel seiner Karriere von Beginn an. Søgaard war keineswegs alleine Schuld, hätte aber an besseren Tagen die Abschlüsse von Yannick Vedel (6.) und Matt Salhany (20.) abgewehrt.

Der Herning-Torwart wurde aber auch von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Leichtfertig wurde der Puck in der eigenen Zone hergeschenkt. Martin Eskildsen und Yannick Vedel bestraften dies.

SønderjyskE hatte Spiel und Gegner im Griff

4:0 für SønderjyskE nach knapp 24 Minuten. Herning Blue Fox war wieder einmal der Zahn gezogen. Der Rekordmeister stemmte sich zwar noch einmal gegen den viel zu frühen Sommerurlaub, doch die Aktionen wurden immer halbherziger und reichten keineswegs, um eine disziplinierte SønderjyskE-Mannschaft in Gefahr zu bringen.

Mit SønderjyskE ist im Kampf um die Titelvergabe zu rechnen. Die Hellblauen haben dies schon beim Pokal-Final-Four bewiesen und nun noch einmal im Playoff-Viertelfinale.

Herning Blue Fox - SønderjyskE (0:2,2:3,1:2) 3:7

0:1 Yannick Vedel (5:47/Ass.: Daniel Kønig Hansen/4 gegen 5), 0:2 Matt Salhany (19:24/Ass.: Martin Eskildsen, Matt Prapavessis/5 gegen 4), 0:3 Martin Eskildsen (20:18/Ass.: Brendan Harms), 0:4 Yannick Vedel (23:24/Ass.: Matt Salhany, Cameron Brown), 1:4 Thomas Andersen (23:45), 1:5 Yannick Vedel (27:10/Ass.: Brendan Harms, William Boysen), 2:5 Anders Poulsen (39:28), 2:6 Yannick Vedel (54:21/Ass.: Mike Little) 3:6 Kristian Jensen (57:50), 3:7 Victor Rollin Carlsson (59:45).

Zeitstrafen: HBF 7x2 – SE 4x2 Minuten. Schiedsrichter: Jens Christian Gregersen/Niclas B. Lundsgaard. Zuschauer: 0.

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