Eishockey

Ausgeruhter Pokalsieger will im Halbfinale Gas geben

Ausgeruhter Pokalsieger will im Halbfinale Gas geben

Ausgeruhter Pokalsieger will im Halbfinale Gas geben

Woyens/Vojens
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Martin Eskildsen spielt die beste Saison seiner Karriere. Foto: Danmarks Ishockey Union

Rungsted Seier Capital hat in der regulären Saison als einzige Mannschaft die 100-Punkte-Marke geknackt und ist mit der Favoritenrolle in die Playoffs gegangen. SønderjyskE sieht aber gute Chancen.

Die Eishockeyspieler von SønderjyskE haben im April 2019 ihr letztes Playoff-Spiel verloren. Der Gegner war damals Rungsted Seier Capital, der in der Finalserie um die dänische Meisterschaft den Hellblauen eine schallende Ohrfeige verpasste und alle vier Spiele für sich entschied.

Nach dem vorzeitigen Saisonabbruch im vergangenen Jahr kommt es im Halbfinale um die dänische Meisterschaft zur Neuauflage der Finalserie von 2019, und nach dem überzeugenden 4:0 in der Viertelfinalserie gegen Herning Blue Fox gehen die Hellblauen nicht nur voller Lust auf eine Revanche, sondern auch voller Selbstvertrauen in die Best-of-seven-Serie.

„Wir haben die Form zur rechten Zeit gefunden. Rungsted ist eine gute Mannschaft, aber ich sehe Möglichkeiten für uns. Die Chancen liegen bei 50:50“, sagt SønderjyskE-Stürmer Martin Eskildsen zum „Nordschleswiger“.

Martin Eskildsen hat in den ersten vier Playoff-Spielen drei Tore und drei Assists hingelegt. Foto: Karin Riggelsen

Der 25-Jährige hat im Viertelfinale gegen Herning Blue Fox eine starke SønderjyskE-Mannschaft gesehen, will aber das 4:0 nicht überbewerten.

„Wir haben richtig gut gespielt, auf der anderen Seite stand eine Herning-Mannschaft, die ihr Niveau nicht gefunden hat. Das 4:0 sieht heftiger aus als es war. Das Sieg nach Verlängerung in Spiel zwei war wichtig. Danach ist Herning die Puste ausgegangen“, meint Martin Eskildsen.

Auch Rungsted Seier Capital musste nach dem 4:0 gegen die Rødovre Mighty Bulls elf Tage aufs Halbfinale warten.

„Das ist eine ungewohnt lange Pause in den Playoffs, aber Rungsted ist im gleichen Boot. Wir sind auf jeden Fall ausgeruht und bereit, im Halbfinale Gas zu geben“, so der SønderjyskE-Stürmer, der mit den bisherigen sieben Aufeinandertreffen in der laufenden Saison (sechs in der Liga, eins im Pokal), von denen SønderjyskE drei gewonnen hat, nichts anfangen kann: „Das können wir vergessen. Wir fangen bei null an und müssen das disziplinierte Eishockey zeigen, das wir zuletzt aufs Eis gebracht haben. Wir müssen uns nicht nur von der Strafbank fernhalten, sondern uns an unseren Plan und an unsere Systeme halten.“

Martin Eskildsen hat im Alter von 25 Jahren bereits über 400 Liga-Spiele für SønderjyskE absolviert. Foto: Karin Riggelsen

Der 25-Jährige kam in der Saison 2011/12 zu seinem Debüt für SønderjyskE und absolviert bereits seine zehnte Liga-Saison, doch nach vielen Jahren in der zweiten Reihe hat er in der laufenden Saison eine weitaus größere Rolle eingenommen. Eskildsen war in der Viertelfinalserie gegen Herning sogar der SønderjyskE-Stürmer, der die längste Zeit auf dem Eis stand.

„Ich weiß nicht, ob ich in dieser Saison die Dinge anders in Angriff genommen habe. Ich habe immer knallhart gearbeitet, und irgendwie läuft es in dieser Saison einfach“, sagt Martin Eskildsen, der in der regulären Saison mit 34 Scorerpunkten (17 Tore und 17 Assists) seine eigene Bestmarke aus der Vorsaison (19 Scorerpunkte) klar übertroffen, ja fast verdoppelt hat.

In den vier Playoffspielen gegen Herning legte er drei Treffer und drei Vorlagen hin.

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