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In Jeising ist der erste Adebar gelandet

In Jeising ist der erste Adebar gelandet

In Jeising ist der erste Adebar gelandet

Monika Thomsen
Jeising/Jejsing
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Der Storch hat das Nest in Jeising in Beschlag genommen. Foto: Privat

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Der Storchenverein nimmt an, dass es sich um Clyde aus dem vergangenen Jahr handelt.

In Jeising ist am Dienstagnachmittag der erste Storch hierzulande eingetroffen.

„Wir hatten es nicht selbst entdeckt, sondern unsere Nachbarn haben uns mit einem Bild darauf aufmerksam gemacht“, erzählt Henning Schmidt Andresen.

Henning Schmidt Andresen, seine Frau Eva und Allan Knudsgaard hatten 2021 die Initiative zum Bau des Storchennestes ergriffen, die damals noch etwas belächelt wurde. 2022 hielten die ersten Adebare jedoch ihren Einzug.

Ist es Clyde?

 „Es ist spannend. Ich bin mir wegen seines Verhaltens etwas im Zweifel, ob es sich wirklich um Clyde handelt. Er hat sich das Futter nicht aus dem Eimer geholt, sondern heute Vormittag von denen auf dem Erdboden ausgelegten Hähnchen gegessen“, sagt Schmidt Andresen.

„Der Storch hat aber überhaupt keine Angst vor uns und hat im Storchennest übernachtet“, so Henning Schmidt Andresen. Vormittags stolzierte er auf dem Feld herum, und pickte sich etwas aus dem Erdboden heraus.

Der Storchenverein storkene.dk geht davon aus, dass es sich bei dem Storch um Clyde handelt, der im vergangenen in Jeising mit seiner Partnerin Annika residierte. Dass er sich nicht gleich aus dem Eimer mit Hähnchen versorgt, könnte darauf zurückzuführen sein, dass er sich nach dem Flug zunächst akklimatisieren müsse.

Die dritte Saison mit Störchen

Zur ersten Bewohnerschaft gehörten 2022 Annika und Alfred, die ursprünglich in Renz (Rens) ihr Nest hatten.

Im vergangenen Jahr ließ sich Clyde in Jeising mit einer jungen deutschen Partnerin nieder, die bereits am 27. Februar eingetroffen war. Sie schaffte es auch Eier zu legen, bevor die Störchin Annika im April anrückte und ihre Besitzansprüche auf den Horst geltend machte.

Die Jungstörchin wurde aus dem Nest geworfen und auch mit den Eiern machten Annika und Clyde kurzen Prozess. Die rausgeworfene Störchin versuchte ihr Glück mit einem neuen Partner in Uberg. Der Versuch des unerfahrenen Paares war aber nicht von Erfolg gekrönt.

2022 schlüpften vier Jungen im Jeisinger Nest. Ein Küken verstarb noch im Nest und ein Jungstorch kam später in Marokko ums Leben. 2023 wurden drei der vier Küken in Jeising flügge.

Der Storch hat aber überhaupt keine Angst vor uns und hat im Storchennest übernachtet.

Henning Schmidt Andresen

 

Winterquartier mit kürzerer Flugzeit

 

„Es ist toll, dass der Storch wieder zu uns gekommen ist, obgleich ich es für ein wenig früh halte“, so der Storchenwirt.

Storkene.dk teilt in einer Pressemeldung mit, dass der Zeitpunkt für die Ankunft nicht ungewöhnlich sei, obgleich es eine Woche früher als 2023 ist.

„Aufgrund des Klimawandels zieht es die Störche nicht mehr so weit weg wie früher. Jetzt können sie sich mit einer Tour nach Frankreich oder Spanien anstatt nach Afrika begnügen. Somit wird der Storch ja auch früher in Dänemark eintreffen, da der Heimweg kürzer ist“, sagt der Vorsitzende des Storchenvereins, Jess Frederiksen.

Wenn es sich um Clyde handelt, erwartet Mogens Lange vom Storchenverein, dass Partnerin Annika erst im April eintreffen wird.  

Der Storchenwirt hofft, dass es sich auf der Grundlage von Fotos feststellen lässt, ob es sich um Clyde handelt.

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