Wahlen 2017 - Endergebnis Sonderburg

Kleinschmidt mit fast 5.000 persönlichen Stimmen

Kleinschmidt mit fast 5.000 persönlichen Stimmen

Kleinschmidt mit fast 5.000 persönlichen Stimmen

DN
Sonderburg/Sønderborg
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Peter Hansen, Erik Lauritzen und Stephan Kleinschmidt (von li.) Foto: Scanpix

Die Schleswigsche Partei stellt den Vizebürgermeister in Sonderburg – und Stephan Kleinschmidt und Co. werden drittstärkste Kraft am Alsensund. Die SP regiert künftig mit ganzen fünf Mandaten mit Sozialdemokraten und Fælleslisten.

Noch bis spät in die Nacht waren nicht alle Stimmen in der Kommune Sonderburg ausgezählt. Doch gegen halb eins stand fest: Erik Lauritzen (Sozialdemokraten) bleibt nach einem deutlichen Wahlsieg Bürgermeister – und Stephan Kleinschmidt von der Schleswigschen Partei (SP) wird Vizebürgermeister. Mindestens fünf Mandate gehen an die SP.

„Wahnsinn", sagte Kleinschmidt anschließend im Gespräch mit dem Nordschleswiger

Neben dem Posten des Vizebürgermeisters wird Kleinschmidt auch erster Vorsitzender im Ausschuss für Kultur, Handel und Tourismus. Zudem fällt der Wirtschaftsausschuss an die SP. Das steht nach den Konstituierungsgesprächen fest. Neben den Sozialdemokraten und der SP gehört auch Ex-Bürgermeisterin Aase Nyegaard, die das einzige Mandat für Fælleslisten holte, der neuen Koalition am Alsensund an.

Persönliche Stimmen fast verdoppelt

Mit 4.944 Stimmen konnte Stephan Kleinschmidt seine persönliche Stimmenzahl im Vergleich zu 2013 (2.572) fast verdoppeln. Mit ihm gemeinsam ziehen Gerhard Bertelsen (103 persönliche Stimmen), Christel Leiendecker (84), Dieter Jessen (72) und Kristel Bachmann (64) in den Stadtrat ein. Der 2. Vorsitzende des SP-Vorstandes, Rainer Naujeck, lobte nicht zuletzt Kirsten Bachmann, die als Letzte auf der S-Liste antrat. „Sie hat einen fantastischen Einsatz geleistet”, so Naujeck.

Auch der Spitzenkandidat fand nur lobende Worte: „Ich freue mich, dass wir so ein fantastisches Team gehabt haben“, sagt Kleinschmidt. „Es ist schon Wahnsinn, wenn man sieht, dass wir von 1982 bis 2005 gar nicht im Stadtrat waren und seither immer unsere Stimmen fast verdoppelt haben.“

Respekt für den Sieger

Kleinschmidt sieht sich als Wahlsieger – respektiert aber auch den Erfolg der Sozialdemokraten. „15 Mandate für die Sozialdemokraten sind eine deutliche Sprache, das gilt es anzuerkennen und zu erkennen“, sagt er über die Koalition mit den Sozialdemokraten, die bedeutet, dass Lauritzen Bürgermeister bleibt und Kleinschmidt sein ehrgeiziges Ziel, selbst Bürgermeister zu werden, hintenan stellt.

„Wir müssen gucken, dass unsere fünf Mandate arbeiten können und nicht in der Opposition verschwinden“, so Kleinschmidt über das Bündnis mit Sozialdemokraten und Fællesliste. Von Venstre habe es zu keiner Zeit ein Angebot gegeben.

Er hätte sich sehr gefreut, wenn es auch in den anderen Kommunen ein gutes Ergebnis für die SP gegeben hätte, so Kleinschmidt, der sich jedoch auch erleichtert zeigte, dass die Partei der deutschen Minderheit zumindest in Hadersleben und Apenrade die Mandate halten konnte und in Tondern immerhin zwei der bisher drei Mandate behält.

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