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Der Sønderjyske-Jubel muss noch warten

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Die Enttäuschung über die Niederlage war groß.

Auch der zweite Anlauf auf den Klassenerhalt aus eigener Kraft ist gescheitert. Die Sønderjyske-Fußballer müssen nach der 0:1-Niederlage in Silkeborg darauf blicken, was die Konkurrenz macht.

Er war zum Greifen nah, der eine Punkt, der noch zum Klasserhalt in der Superliga fehlt. Die Sønderjyske-Fußballer vergaben aber drei dicke Torchancen in der letzten halben Stunde und mussten mit einer 0:1-Niederlage aus Silkeborg die Heimreise antreten.

„Wir wollten es aus eigener Kraft schaffen und keine Zeit mit den Ergebnissen der anderen Mannschaften vergeuden. Dementsprechend ist die Verärgerung und Enttäuschung über die Niederlage groß. Die Leistung war okay, aber der fehlende Punktgewinn steht im Vordergrund, und ich denke, dass die Möglichkeiten für einen Punkt heute sehr gut waren“, so ein enttäuschter Andreas Oggesen zum „Nordschleswiger“.

Es war eine Silkeborg-Mannschaft, die vier Tage nach dem erneuten Einzug ins Pokalfinale müde wirkte und zu knacken gewesen wäre.

Sefer Emini und Sønderjyske rutschten in Silkeborg aus.

In einer außerordentlich langweiligen ersten Halbzeit trat Sønderjyske wie eine reife Mannschaft auf, die mit fast 60 Prozent Ballbesitz dem amtierenden Pokalsieger den Wind aus den Segeln nahm. Doch als Silkeborg nach nur drei Minuten der zweiten Halbzeit die erste echte Torchance des Spiels versenkte, wurde die bis hin von der Taktik geprägte Partie offener.

Silkeborg war danach mehr am Ball und wurde auch gefährlicher, dicke Torchancen gab es aber auch auf der anderen Seite. Mads Agger und zweimal Lirim Qamili hätten mehr aus ihren Möglichkeiten machen müssen, als sie alleine auf Silkeborg-Torwart Nicolai Larsen zuliefen.

„Ich habe selbst in Silkeborg gespielt, und weiß wie schwer es werden kann, wenn man in die ,Silkeborg-Maschine' tappt. Wir haben das in der ersten Halbzeit sehr gut gelöst, aber nach dem frühen Rückstand in der zweiten Halbzeit wurde es für uns ein hartes Stück Arbeit, wieder an den Ball zu kommen. Wir hatten aber unsere Möglichkeiten, ich habe drei oder vier gezählt – es haben nur die Tore gefehlt“, ärgert sich Andreas Oggesen.

Daniel Gretarsson spielte in Silkeborg nur die letzte halbe Stunde. Dem Isländer fehlte nach einer langen Zwangspause und einem dicht gedrängten Programm die Frische für einen Startelf-Einsatz.

Die Sønderjyske-Mannschaft wird sich nach der ärgerlichen Niederlage in Silkeborg gemeinsam an den Bildschirm setzen und ab 18 Uhr das Spiel von AaB in Viborg ansehen. Verliert AaB, ist Sønderjyske der Klassenverbleib nicht mehr zu nehmen.

Silkeborg IF - Sønderjyske (0:0) 1:0

Lirim Qamili vergab in der letzten halben Stunde zwei dicke Chancen.

1:0 Alexander Simmelhack (48.)

Silkeborg IF: Nicolai Larsen – Julius Lorents Nielsen, Robin Østrøm, Pedro Ganchas, Andreas Poulsen – Mads Freundlich (46.: Oskar Boesen), Pelle Mattsson, Mads Larsen (46.: Tonni Adamsen) – Callum McCowatt (80.: Anders Klynge), Alexander Simmelhack (88.: Ramazan Orazov), Jeppe Andersen.

Sønderjyske: Marcus Bundgaard – Andreas Oggesen, Maxime Soulas, Marc Dal Hende, Ebube Duru (60.: Daniel Gretarsson) – Tobias Sommer (81.: Ivan Djantou), Sefer Emini, Mohamed Cherif (60.: Tobias Klysner) – Lirim Qamili, Lukas Björklund (46.: Alexander Lyng), Olti Hyseni (46.: Mads Agger).

Gelbe Karten: Robin Østrøm – Olti Hyseni.

Schiedsrichter: Sandi Putros. VAR-Schiedsrichter: Mads-Kristoffer Kristoffersen.

Zuschauer: 3.484.