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Dal Hende verspricht: „Sønderjyske spielt nächste Saison in der Superliga“

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Ein Abrutschen auf einen Abstiegsplatz ist für die Sønderjyske-Fußballer kaum noch möglich.

Noch fehlt der letzte Schritt, doch der Sønderjyske-Kapitän hat keine Angst davor, von einem gesicherten Klassenerhalt zu sprechen. Auch sein Trainer bezeichnet das 2:2 gegen AaB als „massiven Punkt“, der Sønderjyske potenziell eine weitere Saison in der Superliga schenkt.

Strahlende Gesichter gab es nach dem 2:2-Unentschieden zwischen Sønderjyske und AaB keine, doch mit der Punkteteilung konnten die Superliga-Kicker von Sønderjyske weitaus mehr anfangen als der Gegner.

„Ich wage es zu versprechen, dass Sønderjyske auch in der kommenden Saison in der Superliga spielt“, sagt Marc Dal Hende zum „Nordschleswiger“: „Ich bin kein Genie und überlasse dir die Rechenspiele, aber ich sehe, dass sehr viel schiefgehen muss, damit wir noch auf einen Abstiegsplatz abrutschen.“

AaB und Lyngby müssten schon die nächsten beiden Spiele gewinnen und am letzten Spieltag gegeneinander unentschieden spielen oder müssten Vejle und AaB jeweils die drei restlichen Spiele gewinnen, um Sønderjyske noch auf einen Abstiegsplatz zu schicken. Gleichzeitig müsste Sønderjyske ohne Punktgewinn bleiben und einen Sieben-Tore-Vorsprung verschenken.

Marc Dal Hende kann sich einen Abstieg von Sønderjyske nicht mehr vorstellen.

Die Enttäuschung über den vergebenen Sieg und somit über die verschenkte mathematische Sicherheit überschattete zunächst die Freude über den ungemein wichtigen Punktgewinn gegen AaB, obwohl Thomas Nørgaard noch auf dem Platz seine Mannschaft in einem Kreis versammelt und auf seine Schützlinge eingeredet hatte.

„Ich mache das normal nicht, aber ich wollte schnell etwas loswerden und bewirken, dass die Spieler alle im Stadion mit einer positiven Attitüde begegnen. Fußballer auf diesem Niveau sind nach dem Schlusspfiff immer enttäuscht, wenn sie nicht gewinnen, und können vielleicht nicht erkennen, wie massiv dieser Punkt für uns ist. Wir können bei unserem Marathonlauf die Ziellinie erkennen. Wir sind bei Spieltag 29 angelangt und haben bei drei noch ausstehenden Spieltagen sieben Punkte Vorsprung. Daran wollte ich nur erinnern“, so der Sønderjyske-Trainer.

Thomas Nørgaard zeigte sich aber auch enttäuscht, dass die drei Punkte zur mathematischen Sicherheit aus der Hand gegeben wurden.

Thomas Nørgaard sieht die Ziellinie vor sich.

„Ich bin enttäuscht, weil wir so nah dran waren, die drei Punkte zu holen, die uns den Klassenerhalt gegeben hätten, auf der anderen Seite bin ich aber zufrieden, dass es uns gelungen ist, ein Spiel nicht zu verlieren, das schwer zu spielen war. Unser Plan ist anfangs so gut aufgegangen, dass wir den Sack hätten zumachen müssen, aber am Ende ist ein massiver Punktgewinn herausgesprungen, der uns potenziell den Klassenerhalt geben kann“, meint der Sønderjyske-Trainer.

Mads Agger war der erste Torschütze, aber bei zwei anderen Möglichkeiten der große Sünder.

„Es ist eine gute Frage, ob wir lachen oder weinen müssen. Wir hätten mehr aus unseren Chancen machen und den Sieg holen müssen“, so Mads Agger zum „Nordschleswiger“.

Mads Agger ärgerte sich, als er das leere Tor verfehlte.

Im Gegensatz zu Marc Dal Hende wollte der Außenstürmer noch kein Versprechen abgeben.

„Nein, ich verspreche nichts, bevor es mathematisch sicher ist. Das war ein großer Punkt, den wir geholt haben. Wir haben uns in eine gute Ausgangsposition gebracht, sind seit fünf Spielen unbesiegt, und das zeugt davon, dass wir nur schwer zu schlagen sind“, meint Mads Agger.