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Sønderjyske erhöht mit Torfestival den Druck auf Hvidovre

Sønderjyske erhöht mit Torfestival den Druck auf Hvidovre

Sønderjyske erhöht mit Torfestival den Druck auf Hvidovre

Helsingør
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Jubel und Erleichterung bei den Sønderjyske-Fußballern nach dem Schlusspfiff. Foto: DN

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16 Torchancen erspielt und 5 Tore erzielt, dennoch durften die Sønderjyske-Fußballer in Helsingør erst in der 89. Minute über den Siegtreffer jubeln. Die Hellblauen haben die beste Offensivleistung seit langer Zeit gezeigt, sich aber mit mangelhaftem Defensivverhalten selbst in Schwierigkeiten gebracht.

Die Sønderjyske-Fußballer haben nach einer munteren Achterbahnfahrt und einem mitreißenden 5:4-Sieg in Helsingør den Druck auf Hvidovre auf dem zweiten Aufstiegsplatz erhöht. 

Der Rückstand ist nach dem torlosen Unentschieden von Hvidovre gegen Vendsyssel auf vier Punkte geschrumpft, der Superliga-Absteiger hätte sich aber fast einen weiteren, völlig unnötigen Rückschlag eingehandelt. Gleich dreimal war eine Zwei-Tore-Führung verschenkt worden.

Spätes Siegtor

José Gallegos erzielte in der 89. Minute das erlösende Tor zum 5:4-Sieg in Helsingør und sorgte für grenzenlosen Jubel und Erleichterung bei den vielen Sønderjyske-Fans im Stadion.

Erinnerungen wurden wach an die Nachspielzeit von Nykøbing, als Sønderjyske einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Erfolg umwandelte. Diesmal hatte der Superliga-Absteiger allerdings weitaus besser gespielt. Das war ein Offensiv-Spektakel, das dem Publikum im Helsingør Stadion von zwei Mannschaften geboten wurde, die sich konsequent weigerten, zu verteidigen.

Trainer begeistert und genervt

„In unserer Lage zählt die künstlerische Note nichts. Wir müssen unsere Siege feiern, denn die sind unbezahlbar. Ich bin gleichermaßen erfreut über unsere Offensivleistung und irritiert über unsere schlampige Defensivleistung. Vorn waren wir lebendig, energisch, voller Intensität und haben fünf Tore erzielt“, sagt Sønderjyske-Trainer Thomas Nørgaard zum „Nordschleswiger“.

Die Hellblauen zeigten die beste Offensivleistung seit langer Zeit, erspielten sich 16 Torchancen und erzielten 5 Tore, dennoch brachten sie sich mit vermeidbaren Ballverlusten von Rasmus Vinderslev und Peter Buch Christiansen sowie einem fehlenden Zurücklaufen von Atli Barkarson selbst in Schwierigkeiten.

„Es ist ein fürchterliches Gefühl, dass wir vier Gegentore zugelassen haben. Da waren schöne Tore dabei, aber wir waren in einigen Situationen nicht tüchtig genug und haben in einigen Momenten nicht hart genug gearbeitet. Das können wir nicht akzeptieren. Flø hatte mehr Unterstützung verdient. Ich freue mich aber wahnsinnig über den Sieg. Keiner hätte sich beschweren können, wenn wir acht oder zehn Tore erzielt hätten“, meint Thomas Nørgaard.

Spitzenspiel gegen Hvidovre

Atli Barkarson bereitete mit seinen Flanken mehrere Tore vor, der alles überragende Mann in der Offensive war allerdings Emil Frederiksen, der bisweilen die ohnehin wackelige Helsingør-Abwehr schwindelig spielte.

„Es ist der Wahnsinn, dass wir vier Tore zulassen, aber ich finde dennoch, dass wir gute Moral und offensive Qualität gezeigt haben. Wir müssen besser verteidigen, aber fünf Tore auswärts erzielt man auch nicht alle Tage“, freute sich Emil Frederiksen, der bereits seinen Blick auf das Spitzenspiel am kommenden Sonnabend zu Hause gegen Hvidovre gerichtet hat.

„Wir haben wahnsinnig wichtige drei Punkte geholt. Jetzt wartet Hvidovre, und es liegt an uns, es wieder spannend zu machen“, meint der Sønderjyske-Kicker.

 

FC Helsingør - Sønderjyske (1:2) 4:5

0:1 Lukas Björklund (8.), 0:2 Orri Oskarsson (22.), 1:2 Callum McCowatt (26.), 1:3 Emil Frederiksen (49.), 2:3 Callum McCowatt (54.), 2:4 Sefer Emini (61.), 3:4 Niclas Mouritsen (63.), 4:4 Nikolaj Bagger (74.), 4:5 José Gallegos (89.)

Sønderjyske: Nicolai Flø – Jonas Thorsen, Luka Racic, Marc Dal Hende (82.: Maxime Soulas), Atli Barkarson – Troels Kløve (59.: Sefer Emini), Rasmus Vinderslev (74.: , Lukas Björklund (82.: José Gallegos) – Emil Frederiksen, Orri Oskarsson, Søren Andreasen (59.: Peter Buch Christiansen).

Gelbe Karten: Frederik Helstrup, Callum McCowatt – Emil Frederiksen.

Schiedsrichter: Jesper Nielsen. Zuschauer: 1.179.

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