Handball

SønderjyskE verliert seine erfolgreichste Torschützin

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Melissa Petrén kam zu Saisonbeginn von Ikast Håndbold zu SønderjyskE.

Mit 54 Toren aus 14 Liga-Spielen steht sie an der Spitze der Torschützenliste von SønderjyskE, doch im Sommer zieht es sie in ihre Heimat zurück.

Melissa Petrén wird SønderjyskE nach nur einem Jahr wieder verlassen. Die angespannte Finanzlage des Handballigisten ist nicht der Grund, sondern die familiäre Situation der schwedischen Handballerin.

Die 30-Jährige wird mit ihrem Lebensgefährten, dem ehemaligen SønderjyskE-Torwart und heutigen KIF-Schlussmann Josip Cavar, sowie der gemeinsamen Tochter im Sommer in die schwedische Heimat zurückkehren.

„Ich habe meine Zeit bei SønderjyskE wirklich genossen und finde es eigentlich sehr traurig, den Klub, die Mannschaft und die Mädchen zu verlassen. SønderjyskE hat viel dazu beigetragen, dass ich nach der Schwangerschaft wieder zu meinem alten Niveau zurückgefunden habe, aber – was vielleicht am wichtigsten ist – die Freude am Handball wiedergefunden habe“, sagt Melissa Petrén.

Noch stärker als vor der Schwangerschaft

Die Schwedin kam zu Saisonbeginn von Ikast Håndbold zu SønderjyskE.

„Wir haben als Familie etwas Neues gefunden, das im Moment besser zu uns passt und haben uns dafür entschieden, es umzusetzen“, so Petrén.

Die mehrfache WM-, EM- und Olympia-Teilnehmerin ist mit 54 Toren die erfolgreichste Werferin von SønderjyskE in der laufenden Saison.

„Wir sind natürlich unglaublich traurig, Melissa zu verlieren, respektieren aber gleichzeitig voll und ganz, dass für sie und Josip das Familienleben an erster Stelle steht. Melissa ist bei uns vielleicht ein gewisses Risiko eingegangen, aber wir sind sehr glücklich, dass es in jeder Hinsicht ein großer Erfolg war. Dass Melissa selbst das Gefühl hat, dass ihr Aufenthalt in SønderjyskE ihr auch im Hinblick auf die Freude am Handball wieder zu Kräften gekommen ist, macht mich sehr stolz und glücklich und ich denke tatsächlich, dass Melissa jetzt vielleicht sogar stärker ist als vor ihrer Schwangerschaft“, sagt Peter Nielsen, Sportchef und Trainer von SønderjyskE.