Stadtentwicklung

Zwischen Abriss und Aufbruch: Forum Vojens zieht Bilanz

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Der Vorsitzende von „Forum Vojens“, Karl Posselt, freut sich darüber, dass jahrelanger Einsatz Früchte trägt. Er macht zugleich keinen Hehl daraus, dass das Forum vor Herausforderungen steht (Archivbild).

Nach einem ereignisreichen Jahr 2024 blickt das ehrenamtliche Stadterneuerungsgremium „Forum Vojens“ auf Erfolge – und Herausforderungen. Neue Projekte haben frischen Wind in die Bahnhofsstadt Woyens gebracht. Doch die Mitglieder plagen Nachwuchssorgen.

Die Umsetzung der im Vorjahr verabschiedeten Entwicklungspläne für Woyens zeigt erste Ergebnisse. Hervorzuheben sind vier Projekte, die „Forum Vojens“ 2024 realisieren konnte, stellt der Vorsitzende Karl Posselt in seinem Rückblick fest.

Abriss eines Schandflecks

Der Abriss des Gebäudes am Trekanten schafft Platz für neue Nutzungsmöglichkeiten. Eine Jugendklub-Initiative startete in einem Nebengebäude des Bahnhofs durch – und der Bahnhofsplatz hat eine öffentliche Toilette bekommen.

Das Forum hegt, mithilfe von Fachleuten der Kommune Hadersleben (Haderslev), weitere Pläne für das Geschäftszentrum am Rathauscenter, den Bahnhofsplatz und die lange Hauptstraße, die die Bahnhofsstadt in Ost und West teilt – nur mit einem Viadukt als „Grenze“.

Es gibt noch viel zu tun

Der Bahnhofsplatz im Wintergewand. Er ist zugleich die „Visitenkarte“ der Domstadtkommune für Leute, die mit dem Zug anreisen.

Für die Zukunft hat sich Forum Vojens ehrgeizige Ziele gesetzt. Das Rathauscenter erhält, so sieht es ein Fünf-Jahresplan vor, mit kommunalen Mitteln und staatlichen Zuschüssen ein Makeover.

„Unternehmen vor Ort werden dabei natürlich in die Planung eingebunden“, kündigt der Forum-Vorsitzende Karl Posselt an.

Überdies arbeiten Posselt und sein Team gemeinsam mit der Haderslebener Kommunalverwaltung und der Bahngesellschaft DSB daran, das Bahnhofsgelände ansprechender zu gestalten.

Der Sportbereich „Vojens Hallerne“ steht ebenfalls auf der Liste. Eine Arbeitsgruppe entwickelt Vorschläge zur Nutzung des Grundstücks, das nach dem Abriss des einstigen Möbelhauses am Trekanten frei geworden ist und plant auf dem Gelände weitere Sport- und Freizeitangebote. Welche genau, das steht bisher nicht fest.

Nachwuchs gesucht

Das Viadukt teilt die Bahnhofsstadt. Dank einer Initiative des Forums strahlt es abends in verschiedenen Farben.

Doch die ehrgeizigen Pläne des Forums stehen vor einer Hürde: „Wir brauchen dringend neue Kräfte, um unsere Projekte umzusetzen“, betont der Vorsitzende. Die Altersstruktur des Gremiums bereitet ihm Sorgen: „Es geht uns in dieser Hinsicht wie vielen Vereinen.“

Die Mitglieder von „Forum Vojens“ setzen sich seit Jahren ehrenamtlich für die Belange der Bahnhofsstadt ein, doch ohne jüngere Freiwillige wird es schwierig, die Vision für Woyens langfristig zu verwirklichen. Posselt appelliert daher an die Bürgerinnen und Bürger: „Alle, denen die Zukunft unserer Stadt am Herzen liegt, sind eingeladen, sich einzubringen – sei es mit Ideen oder tatkräftiger Unterstützung.“

„Forum Vojens“ setzt sich für die Entwicklung der alten Bahnhofsstadt ein. Doch ohne neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter bleibt das Potenzial begrenzt. Die nächste Gelegenheit zur Mitgestaltung bietet sich auf der Generalversammlung am 13. März.