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Sønderjyske-Verteidiger reagierte sofort: Da denkt man gleich an Herzstillstand

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Magnus Jensen spricht mit Schiedsrichter Mads-Kristoffer Kristoffersen.

Magnus Jensen zögerte keine Sekunde, als Viborg-Fans wie wild gestikulierten. Ein Zuschauer musste ärztlich behandelt und ins Krankenhaus gebracht werden.

Magnus Jensen hatte sich für den Torabstoß bereit gemacht, als er plötzlich hektische Aktivität hinter dem eigenen Tor bemerkte. Der Sønderjyske-Verteidiger reagierte sofort und holte nach einem Sprint in Richtung Viborg-Ersatzbank ärztliche Hilfe.

„Ich habe die Fans wie wild schreien gehört, andere haben stark gestikuliert. Als Däne hat man da einiges im Hinterkopf. Da denkt man sofort an Herzstillstand“, sagte Magnus Jensen nach Spielende, als es feststand, dass es dem Zuschauer nach einem Sturz auf den Rängen wieder den Umständen entsprechend gut ging.

So stand beim Sønderjyske-Neuzugang der Ärger über einen verschenkten Punktgewinn bei der 0:1-Niederlage gegen Viborg FF im Vordergrund.

„Da war viel mehr für uns drin. Das ist ein Spiel, in dem wir punkten müssen. Und wir müssen verdammt sauer auf uns selbst sein, jetzt wo wir es nicht getan haben. Solche Spiele sind wichtig, denn Viborg ist eine Mannschaft, mit der wir uns messen müssen“, so Magnus Jensen.

Lukas Björklund ärgert sich nach dem Schlusspfiff.

„Sønderjyske war heute besser als Viborg. Es gibt keine Garantien, dass es jedes Mal der Fall ist, aber wenn wir über vier Spiele gesehen solch eine Leistung bringen, würden wir auch die meisten davon gewinnen“, meint der Verteidiger, der sich über den Gegentreffer ärgert, aber auch über die fehlende Gefährlichkeit in der Offensive.

„Es ist das erste Mal in meiner Sønderjyske-Zeit, wo wir uns schwergetan haben, zu Torchancen zu kommen. Wir haben viele Offensivspieler, die gegnerische Verteidiger aufs Glatteis bringen können, aber der letzte Pass kam nicht an“, so Magnus Jensen.

Sein Trainer wirkte nach Spielende angefressen und sprach von einer Niederlage, die weh tut.

Kristall Mani Ingason hatte in der Nachspielzeit die große Ausgleichschance.

„An einem Tag, wo wir eine bessere Leistung auf dem Platz bringen als Viborg, müssen wir mehr als null Punkte mitnehmen“, so Thomas Nørgaard: „Es war ein Spiel, das arm an Torchancen war. Zwei Mannschaften, die gut verteidigt haben. Wir haben nach Lösungen gesucht, aber wenn wir nur einen Abschluss aufs Tor bringen, ist das ungenügend. Umgekehrt hat der Gegner aus zwei Torschüssen ein Tor gemacht.“

„Es war keine Topleistung, aber es war auch nicht der reine Mist. Wir waren in vielen Bereichen dominant“, meint Nørgaard.

Viborg FF ist ein Gegner, mit der sich Sønderjyske in dieser Saison messen kann – eine Mannschaft, die auch gegen den Abstieg kämpfen muss.

Simon Wæver musste zu Beginn der zweiten Halbzeit ausgewechselt werden. Es war aber keine neue Verletzung, sondern lediglich ein Krampf.

„Ich ärgere mich über diese Niederlage, weil ich Ambitionen für unser Projekt habe. Ich spreche hier weder über Abstiegskampf noch über eine bestimmte Zielsetzung, aber wir haben gesagt, dass wir die Mannschaften, die in der vergangenen Saison in der Tabelle vor uns standen, in die Waden beißen wollen. Und wenn wir das wollen, müssen wir gute Leistungen zeigen und Punkte verbuchen – die waren heute in Reichweite, und deswegen bin ich irritiert, dass wir sie nicht geholt haben“, sagt Thomas Nørgaard.